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Mörderbakken weckt Teichmanns Kampfgeist
Mörderbakken weckt Teichmanns Kampfgeist
Axel Teichmann will noch einmal attackieren

Zum Abschluss einer langen Saison wartet auf die Langläufer beim Weltcup-Finale in Falun auch noch eine Höchstschwierigkeit mit dem martialischen Namen Mörderbakken. Bei dem giftigen Anstieg gilt es 72 Höhenmeter auf einer Strecke von 500 Metern zu überwinden.

"Man denkt, man läuft heiter hinein in den Berg. Aber da stirbt wohl jeder weg, besonders auf den letzten 300 Metern", sagte Steffi Böhler über den Anstieg. Beim Prolog über insgesamt 3,3 Kilometer kam Axel Teichmann als Fünfter mit dieser Herausforderung sehr gut zurecht. Nach der 20-Kilometer-Doppelverfolgung am Samstag und dem 15-Kilometer-Verfolgungsrennen am Sonntag will der Thüringer in unmittelbarer Reichweite der ersten Drei dieser Mini-Tour stehen.

Da geht noch was

Beim Sieg des Schweizers Dario Cologna zeigte Teichmann seine Qualitäten besonders auf dem zweiten Streckenabschnitt, büßte insgesamt 10,4 Sekunden auf den 15-km-Olympiasieger von Whistler ein.

In der Weltcup-Final-Gesamtwertung nach dem City-Sprint von Stockholm und dem ersten Falun-Tag liegt Teichmann mit einem Rückstand von 1:04,2 Minuten auf den führenden Mats Larsson (Schweden) auf Platz zwölf, unmittelbar vor Tobias Angerer (Vachendorf), der den Prolog als Zwölfter beendete.

"Es ist alles aufgegangen, was ich mir vorgenommen habe. Vielleicht war der Abstand zum Sieger etwas größer als gewünscht, aber ich bin nicht unzufrieden. Ich ärgere mich nicht über das verpasste Podest und denke, dass vielleicht in den nächsten beiden Rennen noch etwas geht", sagte Teichmann, der wie gewohnt etwas langsamer als die Konkurrenz angegangen war, dann aber mächtig aufdrehte und sich diesen vorderen Platz erkämpfte.

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"Alle sind müde und gehen auf dem Zahnfleisch"

Auch Angerer lächelte. "Vielleicht war ich am Anfang etwas schnell. Aber für mich war es wichtig, nicht zu viel Zeit nach vorn zu verlieren. Ich denke, ich kann noch einen ordentlichen Sprung machen", meinte der Bayer, während seine Team-Kollegen Tom Reichelt und René Sommerfeldt nach den Plätzen 50 und 52 völlig ernüchtert waren.

Bei den Damen war Evi Sachenbacher-Stehle auf Platz 13 beste Deutsche. Es siegte die als Gesamtweltcup-Siegerin feststehende Polin Justyna Kowalczyk.

"Alle sind müde und gehen auf dem Zahnfleisch", sagte Sachenbacher-Stehle, die einen guten Rhythmus fand und letztlich zufrieden war. "Diese Rennen gegen mich selbst fallen mir schwer. Ich habe lieber jemanden vor mir, an dem ich mich orientieren kann", meinte sie. Steffi Böhler landete auf dem 15 Rang. Bundestrainer Jochen Behle lobte die Renneinteilung der meisten seiner Athleten: "Das haben sie sehr gut gemacht."

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