Fourcade siegt, Simon Schempp stark

Simon Schempp überzeugte
Die deutschen Biathleten konnten in dieser Saison nicht an frühere Erfolge anknüpfen, umso erfreulicher war das Resultat von Simon Schempp im Sprint von Oslo.
Der Youngster erkämpfte sich dank einer fehlerfreien Leistung am Schießstand den neunten Platz. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis wurde Zwölfter. Der Franzose Martin Fourcade sicherte sich den Sieg. Er hatte im Ziel nach 26:08,1 Minuten 7,1 Sekunden Vorsprung auf den Russen Maxim Tchoudov. Rang drei belegte der Österreicher Christoph Sumann, der damit auch die Führung im Gesamtweltcup vom Norweger Emil Hegle Svendsen übernahm.
Schempp zu forsch angegangen
"Ich bin mit der Top-Ten-Platzierung sehr zufrieden. Ich bin die Schlussrunde etwas zu schnell angegangenen, deshalb war es am Ende sehr, sehr hart", sagte Schempp, der sich für den Verfolger noch einmal viel vorgenommen hat. "Ich werde versuchen, am Anfang vorne mitzulaufen und am Schießstand gut zu arbeiten. Vielleicht geht dann noch etwas nach vorne", sagte der 21-Jährige. Bundestrainer Frank Ullrich war mit seinem Youngster zufrieden. "Zweimal Null am Schießstand, so wünscht man sich das."
Aufsteigende Form zeigte im neuen Stadion am Holmenkollen auch Greis. Ein Patzer beim letzten Schuss im Stehend-Anschlag kostete den Nesselwanger eine bessere Position. "Da war ich nicht mehr konzentriert genug", haderte Greis. "Ich hatte die letzten Tage etwas Schnupfen, deshalb bin ich mit dem Rennen zufrieden."
Geburtstagskind Arnd Peiffer (20.), Christoph Stephan (24.), Andreas Birnbacher (26.) und Daniel Böhm (27.) kamen ebenfalls unter die ersten 30. Alexander Wolf wurde nach zwei Fahrkarten im Stehend-Schießen 35. "Insgesamt geht es wieder etwas aufwärts. Ich bin zuversichtlich, dass wir bald wieder da sind, wo wir einmal waren", sagte Bundestrainer Ullrich.