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Deutsche Kombinierer bestätigen Olympia-Ergebnis
Deutsche Kombinierer bestätigen Olympia-Ergebnis
Tino Edelmann fordert Respekt

Wie schon bei den Olympischen Spielen haben die nordischen Kombinierer beim Weltcup in Oslo den Team-Wettbewerb auf dem dritten Rang beendet. Hinter Norwegen und Österreich kamen die Deutschen ins Ziel und machten dort mit einer Plakat-Aktion ihrem Ärger Luft.

Nachdem Tino Edelmann als Schlussläufer hinter Norwegen und Olympiasieger Österreich die Ziellinie überfahren hatte, beteiligten sich neben ihm auch Johannes Rydzek, Georg Hettich und Eric Frenzel an einer Plakataktion. Die Athleten aller Nationen forderten vom Weltverband FIS in großen Lettern: "Behandelt uns mit Respekt."

Mit dieser Aktion reagierten die Sportler auf die Vorkommnisse bei der Olympia-Entscheidung von der Großschanze. In Whistler waren sie unter unfairen Bedingungen von der Schanze gelassen und somit um die Früchte ihrer jahrelangen Trainingsarbeit gebracht worden.

So ist es langweilig

Die Kombinierer wollen zukünftig eine professionelle Jury, die bei allen Wettbewerben zum Einsatz kommt. Des Weiteren fordern sie höhere Preisgelder. "Ich habe 1994 mehr verdient als heute", sagte dazu Team-Olympiasieger Mario Stecher (Österreich).

Schließlich muss das Ansehen der Nordischen Kombination nach dem Willen der Sportler erhöht werden. Das beginnt mit flexiblen Fernsehzeiten und endet mit attraktiveren Wettkampfformen. "So wie jetzt ist es für Athleten und Zuschauer langweilig, weil es nur noch ein Format gibt", betonte Stecher.

Der ursprünglich geplante Streik kam aber nicht zustande. "Dazu hätte es alle Nationen gebraucht, aber beispielsweise die Amerikaner haben nicht mitgemacht", sagte Frenzel. "Das Wichtige ist, dass wir mit unserer Aktion alle Athleten vertreten haben", betonte er. Ideengeber Felix Gottwald wirkte dagegen desillusioniert.

"Vielleicht sind wir jetzt etwas stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gekommen. Der Stand der Nordischen Kombination muss in die Köpfe hinein. Aber eines steht fest: Ich erlebe die so dringend nötigen Veränderungen nicht mehr als Aktiver. So schnell geht es leider nicht", sagte der dreimalige Olympiasieger und Athletensprecher.

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Faire Wettbewerbe gefordert

FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis reagierte gelassen auf die Aktion. "Wir haben es zur Kenntnis genommen. Es ist natürlich unerfreulich, aber unsere Türen sind immer offen, um Probleme zu besprechen. Die Athleten haben unseren Respekt und wir respektieren ihre Leistungen", sagte Lewis.

Bundestrainer Hermann Weinbuch war angetan, dass die Athleten den Sport in den Vordergrund gestellt haben. "Ob dieses Transparent Wirkung zeigt, wird man sehen. Wir wissen, dass wir eine Freiluftsportart sind, aber wir wollen faire Wettbewerbe. Es wäre wichtig, wenn man mit den Beteiligten, in erster Linie mit uns Trainern, kommunizieren würde", sagte Weinbuch.

Er freute sich über die Leistungen seiner Mannschaft, die nach dem Springen noch auf Rang eins gelegen hatte, den Vorsrung aber dann nicht halten konnte. "Wir haben das Springen klar dominiert, das zeigt, was die Jungs draufhaben. Dass sie nach der langen Saison besonders im Laufen platt und ausgelaugt sind, ist klar. Aber dass beispielsweise Tino Edelmann auf der letzten Runde mit Bill Demong und Jason Lamy Chappuis die zwei Einzel-Olympiasieger in Schach gehalten und bezwungen hat, war sehr überzeugend", betonte der Coach.

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