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Neureuther landet in der Realität
Neureuther landet in der Realität
Felix Neureuther schied früh aus

Nur 52 Stunden nach seinem Premieren-Erfolg hat Felix Neureuther wieder die harte Seite des Ski-Weltcups gespürt. Der 25-Jährige fädelte bei der Slalom-Party im österreichischen Schladming nach nur wenigen Toren des ersten Durchgangs ein und durfte den Sieg von Lokalmatador Reinfried Herbst nur noch als Zuschauer verfolgen.

"Hier bekommt man Gänsehaut während der Fahrt, umso mehr ärgert der Fehler. Aber mit einem Kitzbühel-Sieg fällt der Ausfall leichter", sagte Neureuther, der vor über 50.000 Zuschauern den "Rückenwind von Kitzbühel" nicht hatte mitnehmen können.

Trotz des Einfädlers fuhr der WM-Vierte den Lauf noch zu Ende. "Ich war mir nicht 100-prozentig sicher und ich wollte einfach diese Stimmung mitnehmen", sagte Neureuther, der nach seinem Sieg am Ganslernhang auch in den Fokus der Fans in Schladming gerückt war.

Aus nach wenigen Sekunden

Dass die Fahrt dann im WM-Ort von 2013 nach wenigen Sekunden ein schnelles Ende nahm, wollte Cheftrainer Karlheinz Waibel erst gar nicht so recht glauben. Erst als ihm Alpin-Direktor Wolfgang Maier per Streckenfunk bestätigte, dass das Malheur "klar auf der Videowand" zu sehen gewesen war, nahm auch der Coach das Aus enttäuscht hin.

Maier hatte vor dem Rennen bereits gewarnt, dass für den ersten siegreichen deutschen Alpin-Herr seit fünf Jahren "die Uhr wieder bei Null steht".

Dass die nächsten Erfolgs-Hoffnungen aber so schnell wieder vorbei waren, "riss keinen zu Jubelstürmen hin. Der Erfolg von Sonntag ist jetzt schon wieder Vergangenheit. Es geht sofort wieder ins Tagesgeschäft über", sagte der Alpin-Direktor. "Richtig schlimm war es heute nicht, aber angenehm war es auch nicht. Es ist ja eine gewisse Erwartung da."

Neureuther: Keine Zeit zu feiern

Neureuther selbst hatte seit dem Erfolg auf dem Hang, auf dem sein Vater vor drei Jahrzehnten gewonnen hatte, "noch keine freie Minute, den Sieg wirklich zu genießen", wie er nach seinem Lauf beim Nacht-Slalom betonte.

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Selbst für eine Party nicht. "Wir haben nicht so viel gefeiert, nur mit der Mannschaft alle zusammen angestoßen", sagte der 25-Jährige, der einräumte, seit Wochen mit Knieproblemen unterwegs zu sein.

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