27.03.2009
Bachmann überrascht mit Sprint-Sieg

Tina Bachmann strahlt
Tina Bachmann hat den ersten großen Erfolg ihrer noch jungen Biathlon-Karriere gefeiert. In Khanty-Mansiysk sicherte sich die 22-Jährige im Sprint ihren ersten Weltcup-Sieg mit einer tadellosem und kaltschnäuzigen Schussleistung.
Diese katapultierte sie mit der fünftschnellsten Laufzeit zur faustdicken Überraschung. Sie hatte am Ende 3,6 Sekunden Vorsprung vor Simone Hauswald, mit der sie bei ihrem Debüt-Weltcup in Trondheim noch das Zimmer geteilt hatte. "Das ist unbeschreiblich. Ich kann es noch gar nicht fassen", freute sich die 1,84 Meter große Tina Bachmann, die in der letzten Woche in Trondheim ihren Weltcup-Einstand im Sprint und der Verfolgung mit den Rängen 23 und 27 gegeben hatte.
"Der Biathlon ist immer für Überraschungen gut. Aber ich habe sehr gut trainiert. Von alleine kommt es nicht", strahlte die Bundespolizistin. "Mich hat es wahnsinnig gefreut, dass sie gewonnen hat. Ich habe sie am Ende noch angefeuert", erklärte Hauswald und verriet: "Wir haben vor dem Insbettgehen noch ein Zielwässerchen getrunken, das Tina von ihrer Oma bekommen hat."
"Das hätte niemand für möglich gehalten", war auch Bundestrainer Uwe Müssiggang sichtlich überrascht, denn die junge Biathletin habe zuletzt am Schießstand den einen oder anderen Hänger gehabt. "Aber nun hat sie das meisterhaft gelöst", sagte Müssiggang.
Wilhelm fehlen elf Punkte zu Gelb
Besser treffen wollte auch Kati Wilhelm, doch sie leistete sich im Duell mit Helena Jonsson zwei Fehler am Schießstand. Das "Biathlon-Rotkäppchen" hatte Glück, dass auch die Schwedin nicht nervenstärker war und zweimal in die Strafrunde musste.
"Normalerweise kann ich es besser", sagte die fünfmalige Weltmeisterin Kati Wilhlem, die nur Rang 20 belegte und die große Chance vergab, im Gesamtweltcup noch näher an Johnsson heranzukommen. Die Schwedin hat elf Punkte Vorsprung vor der Deutschen. "Das ärgert mich schon ein wenig", sagte Kati Wilhelm.
Vor den letzten beiden Rennen mit der Verfolgung und dem Massenstart sicherte sich Helena Jonsson bereits den Sprint-Weltcup vor Magdalena Neuner, die nach zwei Schießfehlern und bester Laufzeit Vierte wurde und nach den zehn Sprintrennen der Saison 14 Punkte Rückstand auf Jonsson hat.