06.12.2008
DSV-Langläufer weiter auf Formsuche

Tom Reichelt war zufrieden mit seiner Leistung
Die deutschen Skilangläufer sind in dieser Saison noch nicht im Weltcup angekommen. Auch nach dem dritten Wettbewerb warten die Schützlinge von Bundestrainer Jochen Behle weiter auf den ersten Podestplatz in einem Einzelrennen.
Beim Massenstart-Wettbewerb im französischen La Clusaz waren die beiden 14. Ränge der Oberwiesenthaler Tom Reichelt im 30-Kilometer-Lauf und seiner Clubkollegin Claudia Nystad über 15 Kilometer im freien Stil die besten Resultate für die DSV-Läufer. Die Siege gingen an den Norweger Petter Northug, der die Weltcup-Führung übernahm, und an seine Teamkollegin Kristin Störmer Steira.
Behle enttäuscht, Reichelt froh
"Wir können einfach nicht zufrieden sein, es war kein glorreicher Tag von uns. Wir haben viel mehr drauf", sagte Behle. Während die mit Gesamt-Weltcupsiegen bereits dekorierten Tobias Angerer als 56. und Axel Teichmann als 62. enttäuschende Resultate verbuchten, überzeugte einmal mehr Reichelt.
"Ich bin schon sehr froh über meine Leistung", sagte der Sachse, der bei Halbzeit des Rennens einen Stockbruch hatte und dadurch mehr Kraft verbrauchte, um wieder nach vorn zu kommen. "Das ist wirklich sehr anstrengend", meinte Reichelt, der beim Saisonstart in Gällivare auf Platz vier gelaufen war.
Filbrich und der fehlende Stock
Auch Jens Filbrich konnte zufrieden sein, dennoch ärgerte sich der am Ende auf Platz 30 gelistete Frankenhainer. "In der letzten Runde ist mir der Franzose Vittoz auf den Stock getreten, der brach. Rund 400 Meter mit nur einem Stock laufen, da reißt eine Lücke. Und dann bin ich noch zweimal gestürzt. Da kannst du nichts mehr ausrichten", schimpfte der Thüringer. Wortlos stampften dagegen Angerer und Teichmann davon, die sich in der Skiwahl völlig vertan hatten.
"Sie hätten eigentlich nach zwei Kilometern aussteigen können, sie waren da chancenlos", meinte Behle. Nach dem Zieleinlauf wurde bei Angerer Fieber festgestellt. "Ich werde ihn nach Hause schicken, er läuft die Staffel am Sonntag nicht", sagte der Coach.
Behles Kritik an Claudia Nystad in der vergangenen Woche fruchtete. Die Oberwiesenthalerin zeigte sich ehrgeizig und kämpfte bis zum Zielstrich um eine Resultatsverbesserung. "Das ist das, was sie gegenwärtig drauf hat, und es ist in Ordnung", bemerkte Behle.