01.12.2008
Ski alpin: Gegenwind im Damen-Team

Fanny Chmelar und Co. fahren nur hinterher
Die DSV-Damen sind mit großen Ambitionen in die Weltcup-Saison gestartet, doch nach den ersten Rennen herrscht Ernüchterung. Einzig Maria Riesch fährt konstant in die Top Ten, vor allem die jungen Wilden bekommen von Alpinchef Wolfgang Maier ihr Fett weg.
"Der sechste Platz von Maria ist okay, aber von den anderen war das zu wenig", rügte auch Bundestrainer Mathias Berthold nach dem dürftigen Abschneiden beim Slalom in Aspen (US-Bundesstaat Colorado). Für die kommenden Wettbewerbe kündigte er sogar besondere Beobachtung an: "Die bekommen noch eine Chance, sonst starten wir mit weniger Fahrerinnen oder setzen Mädels aus dem Europacup ein."
Bei den Technik-Rennen im US-Bundesstaat Colorado hatte einmal mehr Riesch mit ihrem sechsten Slalom-Platz das einzige Top-Resultat eingefahren, sechs der neun gestarteten DSV-Fahrerinnen waren im ersten Lauf gescheitert.
Tessa Worley: Jung und erfolgreich
Beim Riesenslalom war der zwölfte Platz der 19-jährigen Junioren-Weltmeisterin Viktoria Rebensburg das beste DSV-Ergebnis. "Ein wenig" von seiner Schelte ausnehmen wollte Berthold neben Riesch nur die nach Fahrfehlern ausgeschiedenen Monika Bergmann und Fanny Chmelar. "Die beiden haben wenigstens attackiert und ein Einfädler kann immer mal passieren."
Für den Rest der jungen Mannschaft ließen die Verantwortlichen auch die widrigen Bedingungen mit eisiger Piste und teils orkanartigem Wind oder die mangelnde Erfahrung nicht als Erklärung gelten. "Die Bedingungen sind für alle gleich. Denen muss ich mich stellen und nicht sagen: Ich kann nur schnell fahren, wenn die Sonne scheint", sagte DSV-Alpinchef Wolfgang Maier. "Und die Riesenslalom-Siegerin Tessa Worley ist 19 Jahre alt, da brauchen wir nicht zu diskutieren, ob unsere Fahrerinnen zu jung sind."