05.01.2008
Göring Dritter bei Hjelmeset-Sieg

Franz Göring lobte die Techniker
Langläufer Franz Göring hat bei der vorletzten Etappe der Tour de Ski den dritten Platz belegt. Göring lag im italienischen Val di Fiemme nach 20 Kilometern im klassischen Stil nach Massenstart nur 3,2 Sekunden hinter dem Sieger Odd-Björn Hjelmeset.
Der Norweger setzte sich im Schlusssprint knapp vor seinem Landsmann Jens Arne Svartedal durch. Axel Teichmann wurde Fünfter, Titelverteidiger Tobias Angerer lief auf Platz zehn. Dem Tagessiebten Lukas Bauer aus Tschechien ist vor dem Schlussanstieg am Sonntag der Gesamtsieg praktisch nicht mehr zu nehmen. Der in der Gesamtwertung zuvor Sechstplatzierte Rene Sommerfeldt wurde nur 21. und büßte viele wichtige Sekunden ein.
"Heute haben die Techniker wieder ein Meisterstück abgeliefert", jubelte Franz Göring nach seinem dritten Platz, der ihm 1204 Euro Preisgeld einbrachte. Bei schwierigen Bedingungen war die Frage nach der Ski- und Wachswahl bis unmittelbar vor dem Start völlig offen.
Ein zufriedener Bundestrainer
"Der Fehlgriff von Nove Mesto ist vergessen. Heute haben sie gezeigt, was sie wirklich drauf haben", meinte Bundestrainer Jochen Behle. Während sich Göring, Teichmann und Angerer für einen "No-Wachs"-Ski entschieden, nahm Sommerfeldt einen gewachsten.
"Das ging drei Runden gut. Dann hörte es mehr oder weniger auf zu schneien und der Ski wurde zu glatt, so dass ich an den Anstiegen arge Probleme hatte", sagte Sommerfeldt.
Das Team präsentierte sich wieder in starker Verfassung. "Wir wollten 'Sommi' helfen, aber es war so eine Hektik im Feld", meinte Angerer. Vor allem Teichmann ließ sich immer wieder zurück fallen, um dem Oberwiesenthaler Schützenhilfe zu leisten. "Aber Axel musste vor allem auch an sich denken, schließlich geht es bei ihm um ganz wichtige Weltcup-Punkte", sagte Behle.
Kuitunen kaum noch zu stoppen
Eine Vorentscheidung im Kampf um den Tour-Sieg gelang auch der Finnin Virpi Kuitunen, die über zehn Kilometer im klassischen Stil ihren zweiten Etappensieg feierte und damit ihre Führung im Gesamtklassement vor der auch in Val di Fiemme Zweitplatzierten Schwedin Charlotte Kalla auf 39,7 Sekunden ausbaute.
Das Rennen wurde geprägt von einer tollen Mannschaftsleistung der deutschen Läuferinnen. Claudia Nystad belegte Rang drei, Katrin Zeller wurde Fünfte und Evi Sachenbacher-Stehle kam als Sechste ins Ziel. Damit verbesserte sich das Trio in der Gesamtwertung und liegt nun geschlossen unter den besten zehn.
"Wir hatten einen unglaublich guten Ski", sagte Evi Sachenbacher-Stehle, die Gesamt-Sechste ist. "Wenn der Ski läuft, bist du auch vom Kopf her frei und kannst jedes Tempo mitgehen. Vielleicht ist es auch gut, dass der Druck nicht mehr so groß ist, da unsere Rückstände nach dem schwarzen Mittwoch von Nove Mesto doch erheblich sind", suchte sie nach Gründen für die Leistungssteigerung.
Auch Nystad befand, dass gerade im klassischen Stil vieles auf den Ski ankommt. "Läuft er, bist du vorn dabei und wenn nicht - siehe Nove Mesto", sagte die Sächsin. Auffälligste DSV-Läuferin aber war Zeller, die sich bei den Zwischensprints zehn Bonussekunden holte und zu jeder Zeit Kontakt zu Kuitunen und Kalla hielt.