Wade und Bosh treten gemeinsam für die Miami Heat an

Ab jetzt gemeinsam: Dwyane Wade und Chris Bosh
Nach zwei von drei schwergewichtigen Entscheidungen steht es fest: Die Miami Heat werden im nächsten Jahr das Team in der Eastern Conference sein, das es zu schlagen gilt. Mit der Entscheidung des alten und neuen Superstars Dwyane Wade in Südflorida zu bleiben und der Neuverpflichtung Chris Bosh sicherte sich die Heat die Dienste von zwei der drei großen Free-Agents.
Beide verkündeten ihre Entscheidung in der Sendung Sportscenter beim Sender ESPN. Der Dritte im Bunde, LeBron James, will sich dagegen noch einen Tag Zeit für die Verkündigung seiner Entscheidung lassen - in einer Sondersendung auf ESPN. Möglicherweise könnte auch er noch zur Heat ziehen, allerdings müsste mindestens einer der Drei auf sein Maximalgehalt verzichten.
Dabei ist sowieso unklar, wieviel Geld Chris Bosh verdienen wird. Unterschriebe der Ex-Toronto Raptor sofort bei Miami, würden ihm 96 Millionen US-Dollar in den nächsten fünf Jahren zustehen. Unterschreibt er zunächst bei seinem alten Team einen Vertrag und würde dann zu Miami wechseln, ein sogenanntes Sign and Trade, würde er 125 Millionen US-Dollar in sechs Jahren zugeschrieben bekommen.
Was macht der King?
Beide hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagten sie im Sportscenter. Wade war vom Team seiner Heimatstadt, den Chicago Bulls, kräftig umworben worden. Bosh erklärte, Toronto sei ihm in den letzten sieben Jahren zu einer "zweiten Heimat" geworden. Sie betonten auch, dass sie Miami nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Möglichkeiten auf einen Titel ausgesucht hätten.
Dabei haben Wade und Bosh, die denselben Berater haben, auch auf die Aktionen des anderen geachtet: "Es war wirklich schwer, eine der schwierigsten Entschlüsse, die ich in meinem Leben als Profi machen musste", so Wade im Sportscenter. "Letztlich hat Chris' Entschluss zugunsten Miamis den Ausschlag gegeben." Beide hoffen nun, gemeinsam mit den Heat-Fans und Team-Präsident Pat Riley, dass James ebenfalls zur Heat wechseln wird. Aber, so Wade: "Letztendlich treffen wir alle unsere eigenen Entscheidungen."