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Dirk Nowitzki kann die Dallas Mavericks verlassen
Dirk Nowitzki kann die Dallas Mavericks verlassen
Dirk Nowitzki ist ab sofort Free Agent.

Dirk Nowitzki ist frei - zumindest auf dem Papier. Der 32-Jährige hat wie erwartet seinen Vertrag mit den Dallas Mavericks frühzeitig aufgelöst und darf als Free Agent jetzt mit anderen Teams verhandeln, wie ESPN berichtet.

Nowitzki ist das erste Mal in seiner Karriere Free Agent, nachdem er bereits seit 1998 für Dallas spielt. Der Deutsche darf jetzt ab Donnerstag Vertragsverhandlungen mit konkurrierenden NBA-Teams führen, einen neuen Vertrag kann er allerdings nicht vor dem 8. Juli unterschreiben.

Nowitzki ist seit über 10 Jahren in Dallas verwurzelt, Jahr für Jahr muss er in den Playoffs aber neue Enttäuschungen miterleben und so sind mittlerweile Zweifel aufgekommen, ob sich Nowitzkis Traum vom NBA-Titel in Dallas noch realisieren lässt.

Nowitzki hat "oberste Priorität"

Zwar hat Nowitzki alle Optionen, doch der Schachzug der Free-Agency wird eher strategischer Natur sein - sein erster Ansprechpartner ist weiterhin Dallas. Mavs-Präsident Donnie Nelson wird in den kommenden Tagen sogar in Deutschland erwartet, um den Superstar zu zeigen, wie wichtig den Mavericks ein Verbleib des besten Scorers und Rebounders der Klub-Geschichte ist. "Er hat oberste Priorität", zitierte ESPN Nelson.

Nowitzki würde in der nächsten Saison 21,5 Millionen Dollar verdienen, könnte aber einen Vertrag mit neuer Gehaltsstruktur unterschreiben, um den Mavs die Möglichkeit offenzuhalten, unter dem Salary Cap weitere hochkarätige Topstars zu verpflichten. So könnte er einen neuen Vier-Jahres-Vertrag bekommen, der ihm maximal 96 Millionen Dollar einbringen würde.

Nowitzki macht Weg frei für weitere Topstars

Ein neuer Kontrakt könnte auch eine No-Trade-Klausel beinhalten, was bedeuten würde, dass die Mavs Nowitzki nicht gegen andere Spieler tauschen könnten. Eine derartige Klausel können nur Spieler bekommen, die mindestens acht Jahre in der NBA spielen und Minimum vier Jahre bei ihrem aktuellen Team aktiv sind. Zudem kann eine No-Trade-Klausel nur in einem Vertrag manifestiert werden, nicht aber in einer Vertragsverlängerung. Zurzeit ist Kobe Bryant der einzige Spieler mit einer solchen Klausel. "Es ist eine sehr seltsame, merkwürdige und sonderbare Zeit", beschreibt Nelson bei ESPN die ungeklärte Situation um den Deutschen.

Das Wunsch-Szenario der Mavericks wäre laut ESPN, möglichst schnell Nowitzkis Zusage zu erhalten, um mit ihm als Zugpferd andere hochkarätige Free Agents der Liga zu verpflichten. Dabei sind die Mavs auch im Rennen um Clevelands Superstar LeBron James, obwohl Dallas hierbei nur Außenseiterchancen eingeräumt werden. Ein Wechsel James' nach Miami oder Chicago scheint wahrscheinlicher.

Bosh, Wade und Pierce sind Optionen

Dallas soll indes Vertragsverhandlungen mit anderen Free Agents anstreben und der Markt bietet dieses Jahr viele interessante Optionen. So sind Chris Bosh, Joe Johnson, Dwayne Wade und seit Neustem auch Paul Pierce verfügbar.

Dennoch hat Nowitzki alles selber in der Hand und auch ein Vereinswechsel ist weiter möglich. "Er wird viel Aufmerksamkeit bekommen, aber wir glauben alle, dass er bleiben wird", fasst Teamkollege Jason Kidd bei ESPN den allgemeinen Tenor in Dallas zusammen. In Texas hofft man auch, dass der Bund Nowitzkis mit Club-Besitzer Mark Cuban ein Faktor ist, holte doch Cuban Nowtzki 1998 nach Dallas und entwickelte für den jungen Deutschen ein Umfeld zum Wohlfühlen.

Doch das Szenario um Nowitzki birgt auch Gefahren, wie Dallas aus Erfahrung weiß. Auch Steve Nash stand 2004 kurz vor der Unterschrift eines neuen Vertrages und wechselte am Ende doch noch zu den Phoenix Suns, für die er bis heute aktiv ist. "Ich glaube sein Herz ist in Dallas, aber in diesem Geschäft lernt man, dass nichts unmöglich ist. Wir werden dennoch alles tun, um ihn hierzubehalten", hofft Donnie Nelson weiterhin auf einen Verbleib auf Nowitzki.

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