152 Punkte - Phoenix überrollt die Timberwolves

Timberwolves-Coach Kurt Rambis konnte zeitweise nicht mehr hinschauen
Wenn das Team mit dem besten Scoring auf die schlechteste Abwehr der NBA trifft, riecht es förmlich nach einem Punktefestival. So nahm die Geschichte in Phoenix dann auch ihren Lauf. Mit 152:114 schlugen die Hausherren die Gäste aus Minnesota. Derweil feierte LeBron James von den Cleveland Cavalliers mal wieder einen Triple Double.
"Wenn man ohne Verteidigung spielt, darf man sich über 152 Punkte des Gegners nicht wundern", sagte Timberwolves-Coach Kurt Rambis nach dem Spiel. Es war schon die zehnte Pleite in Folge für das Team von Rambis.
Wesentlich besser läuft es offensichtlich bei den den Suns. Der Kantersieg über Minnesota war der zehnte Sieg im 13. Spiel. Zudem dürfen sich die Fans der Suns über eine neue Saisonbestmarke ihres Teams freuen. Keine Mannschaft aus der NBA warf in der aktuellen Saison mehr als 152 Punkte.
Großer Spaß
"Das hat eine Menge Spaß gemacht. Und wir konnten uns es sogar erlauben, alle Starter im letzten Viertel auf der Bank zu lassen", so ein gut gelaunter Amare Stoudemire gegenüber "AP", der im Spiel auf 25 Punkte kam. Zwei Zähler mehr erzielte sein Teamkollege Jason Richardson als bester Suns-Schütze.
Schon im November letzten Jahres kamen die Timberwolves böse unter die Räder. Damals kassierte man 146 Punkte gegen Golden State. Minnesotas Ryan Games war ratlos: "Auf einer Seite ist es peinlich so viele Punkte zu bekommen, auf der anderen Seite haben wir immerhin 114 Punkte gemacht."
LeBron James - nicht von dieser Welt
Viel bessere Laune hatte LeBron James nach diesem Abend in der NBA. Mit seinem 28. Triple-Double seiner Karriere führte er die Cleveland Cavalliers bei den Detroit Pistons zu einem 113:101-Auswärtserfolg. "Jeder Punkt, jeder Rebound oder jeder Assist von James war notwendig für unseren Sieg", resümierte Cavs Coach Mike Brown.
Denn es war ein Spiel, wo es hin und her ging. Zehn Mal wechselte die Führung und knapp fünf Minuten vor Spielende stand es noch Unentschieden. Doch mit einem überragenden James in ihrem Team machten die Gäste in der Schlussphase alles klar. "Der Kerl ist kein Mensch", staunte Gegenspieler Will Bynum über die Spielkünste von James. Für Cleveland war es der zehnte Erfolg im elften Spiel und insgesamt hat man jetzt eine stolze Saisonbilanz von 53:15.
Bulls schwächeln
So langsam wird es eng für die Chicago Bulls im Kampf um die Playoff-Plätze in der Eastern Conference. Mit 97:104 zog man bei den Memphis Grizzlies mal wieder den Kürzeren und kassierte so schon die achte Niederlage in Folge.
Dank eines überragenden Manu Ginobili setzten sich die San Antonio Spurs bei den Miami Heat mit 88:76 durch. Der Argentinier erzielte 22 Punkte und entschied das Spiel knapp acht Minuten vor Spielende mit einem starken Drei-Punkte-Wurf zu Gunsten der Gäste.