Natürlich verlassen sich die Los Angeles Lakers gerne auf ihren Superstar Kobe Bryant, wenn es eng wird. Dass es aber auch mit vereinten Kräften geht, bewiesen sie beim 102:96-Sieg bei den Phoenix Suns. Die anderen Konkurrenten im Westen der Liga konnten fast alle Favoritensiege feiern, nur die Utah Jazz patzten - auch zur Freude der Dallas Mavericks.
In einem Spiel auf höchstem Niveau in der Wüste von Arizona hatten zunächst die Suns den besseren Start und konnten mit einer Sieben-Punkte-Führung aus dem ersten Viertel gehen. Besonders Amare Stoudemire schien für das Team aus Arizona mit 17 Punkten allein im ersten Viertel Bäume ausreißen zu wollen.
Lakers legen Grundstein im zweiten Viertel
Dann aber kam die Maschine des amtierenden Titelträgers aus Kalifornien immer besser ins Rollen, und der Angriffsschwung der Suns kam bedenklich ins Stocken. Ein 21:9-Zwischenspurt in den Minuten vor der Pause brachte die Lakers dann endgültig auf die Siegerstraße. "Ich denke, es war das zweite Viertel, das uns reingerissen hat", so Stoudemire nach dem Spiel. "Wir haben viel zu wenig gepunktet, und daraus haben die Lakers sofort ihren Profit gezogen."
Am Ende der Partie stand ein 102:96-Sieg für den Meister, bei dem alle fünf Spieler aus der Startaufstellung zweistellig punkten konnten. Kobe Bryant kam auf 21 Punkte sowie zehn Rebounds und acht Assists, Andrew Bynum erreichte 18 Punkte und neun Rebounds und Ron Artest, Pau Gasol und Derek Fisher konnten jeweils 15 Punkte beisteuern. Bei den Suns kam Stoudemire am Ende auf 29 Punkte und 16 Rebounds, Steve Nash steuerte 14 Punkte und acht Assists bei und Louis Amundson konnte elf Punkte sowie zehn Rebounds für sich verbuchen.
Suns-Coach Alvin Gentry wurde sechs Minuten vor Ende der Spielzeit nach einem vermeintlichen Foul von Gasol an Amundson wegen ungebührlichen Verhaltens des Feldes verwiesen und musste von seinen Assistenz-Coaches zurückgehalten werden, bevor er die Möglichkeit hatte, auf Schiedsrichter Mike Callahan loszugehen.
Die Lakers führen die Western Conference weiter ungefährdet vor den spielfreien Dallas Mavericks an, während die Suns weiter mit den Oklahoma City Thunder und den San Antonio Spurs um den fünften Platz der Conference kämpfen. Die Thunder konnten bei den New Jersey Nets dank einer tollen Leistung ihres Stars Kevin Durant, der mit 32 Punkten und zwölf Rebounds glänzte, einen wichtigen 104:102-Sieg feiern.
Die Spurs ihrerseits kamen bei den Minnesota Timberwolves zu einem souveränen 103:85-Erfolg und die Denver Nuggets, engster Verfolger der Mavericks im Kampf um den zweiten Setzplatz im Westen, konnten sich wieder einmal bei Carmelo Anthony bedanken, der mit 32 Punkten den 102:95-Sieg bei den New Orleans Hornets sicherte.
Den einzigen Ausrutscher der Playoff-Teams leisteten sich die Utah Jazz, die trotz 26 Punkten und 14 Rebounds von Carlos Boozer ihr Spiel gegen die Milwaukee Bucks in letzter Sekunde verloren geben mussten. Damit liegen sie nun in der Tabelle der Western Conference 2,5 Spiele hinter den Dallas Mavericks.
Mit einem Kraftakt haben die Dallas Mavericks gegen die Portland Trail Blazers auch ihr drittes Spiel in Folge gewonnen. Dazu benötigten sie allerdings starke Nerven und eine Double Overtime.