Die Spielmacher Jason Kidd (li.) und Ex-Maverick Devin Haris waren beide zufrieden mit ihren Teams
Die Dallas Mavericks haben die Pflichtaufgabe gegen die New Jersey Nets bewältigt und mit ihrem dreizehnten Sieg in Folge den ligaweiten Saisonbestwert eingestellt. Zwar hatten sie beim 96:87-Heimsieg ihre Probleme mit dem schlechtesten Team der Liga, aber auch ein schwacher Abend von Dirk Nowitzki konnte kompensiert werden.
Den zweiten Platz in der Western Conference im Visier, die neuen Spieler bereits nach wenigen Wochen schon an wichtigen Stellen ins Team integriert und ein Superstar, der eine tolle zweite Saisonhälfte spielt - bei den Dallas Mavericks läuft derzeit alles nach Plan. Und so war das Spiel gegen die Nets, die mit erst sieben Saisonsiegen eine ligaweite Bestmarke anstreben, wohl mehr als Beschäftigungstherapie anzusehen.
Nowitzki mit weiterem Karriere-Meilenstein
Da wollten die Gäste aus New Jersey nach neun aufeinanderfolgenden Niederlagen in Dallas allerdings nicht mitspielen. Ein gutes Deckungskonzept für Nowitzki und ein zu Beginn wie aufgedreht spielender Ex-Maverick Devin Harris sorgten dafür, das die Nets zur Halbzeit gar mit 47:39 in Front lagen. Auch in der Folge konnte Nowitzki kaum Treffer landen, so dass seine Nebenleute für ihn in die Bresche springen mussten. "Meine Distanzwürfe gingen in jede Richtung, nur nicht in den Korb", so Nowitzki. "Aber mein Team hat einen tollen Job gemacht."
Jason Kidd mit 20 Punkten, Neuzugang Caron Butler mit 18 und Rookie Rodrigue Beaubois mit 16 Punkten sorgten dafür, das die Mavericks den Sieg am Ende doch noch für sich verbuchen konnten. Nowitzki beendete den Abend mit nur drei getroffenen Würfen bei 16 Versuchen, konnte sich aber wenigstens einen weiteren Meilenstein für seine Karriere sichern. Dank eines Freiwurfs im zweiten Viertel konnte Nowitzki seinen 20.709 Punkt erzielen, der ihn in der ewigen Bestenliste der NBA auf den 30. Platz beförderte.
Ex-Maverick Harris stemmt sich vergeblich
Bei den Nets, die wohl kaum Chancen haben, den Titel als schlechtestes Team der Liga noch abzugeben, waren Harris mit 21 Punkten sowie Terrence Williams mit 18 Punkten und 13 Rebounds die besten Akteure auf dem Feld. "Sie sind einfach ein sehr gutes Team und ich denke sie haben tatsächlich Chancen auf ein sehr gutes Abschneiden in den Playoffs", so Harris nach dem Spiel. "Sie kamen nach der Halbzeit aufs Feld und haben einfach den Fuß aufs Gaspedal gestellt. Wir wollten dagegenhalten, aber am Ende waren sie doch zu stark für uns."
Dallas hat auf dem zweiten Platz der Western Conference einen Vorsprung von einem Spiel auf die Denver Nuggets, die ihr Spiel in Minnesota bei den Timberwolves mit 110:102 gewannen, und zwei Spiele Vorsprung auf die Utah Jazz, die in Detroit bei den Pistons mit 115:104 erfolgreich waren.
Celtics in der Schaffenskrise
Eher düster sieht es hingegen beim Champion der vorletzten Saison, den Boston Celtics, aus. Nachdem es zu Beginn der Saison noch nach einem Zweikampf im Osten zwischen den Celtics und den Cleveland Cavaliers aussah, ziehen die Cavs nun allein ihre Kreise an der Tabellenspitze. Die Celtics hingegen müssen sich mittlwerweile sogar Gedanken machen, den dritten Platz noch zu verlieren, nachdem die Orlando Magic bereits vorbeigezogen sind und die Atlanta Hawks punktgleich hinter den Celtics lauern.
Eine große Hilfe wäre ein Sieg gegen die Memphis Grizzlies gewesen, aber auch damit konnten die Mannen von Trainer Doc Rivers nicht dienen. Stattdessen gab es eine 111:91-Niederlage im heimischen TD Garden. 17 Punkte von Spielmacher Rajon Rondo waren der Bestwert auf Seiten der Celtics, während bei den Grizzlies besonders Rudy Gay mit seinen 28 Punkten herausstach.
Kevin Garnett, mit seinen sechs Punkten eine der enttäuschendsten Figuren bei den Celtics, brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: "Sie kamen auf den Court und haben uns komplett auseinandergenommen. Glauben Sie mir, niemand bei uns schaut schon in Richtung April und Mai (Playoffs). Wir sollten uns alle viel mehr Sorgen um den Rest des März machen."
Mit einem Kraftakt haben die Dallas Mavericks gegen die Portland Trail Blazers auch ihr drittes Spiel in Folge gewonnen. Dazu benötigten sie allerdings starke Nerven und eine Double Overtime.