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Die härtesten NBA-Brawls
Die härtesten NBA-Brawls
Ron Artest wird vom Feld geführt, es folgt eine lange Sperre

In den nordamerikanischen Profi-Ligen kommt es immer zu Auseinandersetzungen zwischen Spielern, Trainern und Fans. sportal.de wirft heute einen Blick auf die denkwürdigsten Schlägereien in der Geschichte der NBA.

16. Dezember 2006: New York Knicks vs Denver Nuggets
Der Kampf begann mit einem absichtlichen Foul von Kicks-Guard Mardy Collins an Nuggets-Guard J. R. Smith kurz vor Ende des Spiels. Schnell griffen die anderen Spieler in das Geschehen ein und auf dem gesamten Spielfeld kam es zu Schlägereien. Carmelo Anthony landete einen Tiefschlag und durfte im Anschluss 15 Spiele zuschauen. Alle zehn Spieler, die zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung auf dem Feld waren, wurden, nachdem wieder Ruhe eingekehrt war, herausgestellt. Sieben Spieler wurde im Anschluss für insgesamt 47 Spiele von der Liga gesperrt.

19. November 2004: Detroit Pistons vs Indiana Pacers
Der als "Malice at the Palace" oder "The Basketbrawl" bekannt gewordene Kampf gilt als der schwerste der NBA-Geschichte. Mit weniger als einer Minute Rest auf der Spieluhr, brach auf dem Platz ein Handgemenge aus, das aber relativ schnell beruhigt werden konnte. Dann aber warf ein Fan einen Plastikbecher auf Ron Artest von den Pacers und die Hölle brach aus. Artest rannte sofort in die Zuschauerränge, wo er begann, den Übeltäter zu verdreschen, andere Spieler und Fans mischten sich ein und eine massive Schlägerei brach aus. Das Spiel musste abgebrochen werden und die Strafen waren massiv. Insgesamt wurden neun Spieler für 146 Spiele gesperrt, was einen Verdienstausfall von zehn Millionen Dollar für sie bedeutete. Fünf Fans wurden lebenslang von den Spielen der Pistons ausgeschlossen und der Becherwerfer musste 30 Tage ins Gefängnis und bekam zwei Jahre auf Bewährung.

20. Dezember 2002: Golden State Warriors vs Portland Trail Blazers
Nachdem Rasheed Wallace den siegbringenden Wurf für Portland versenkt hatte, kam es zu einer Rangelei zwischen Golden States Chris Mills und Bonzi Wells von den Trail Blazers. Fans warfen Bierflaschen nach den Portland-Spielern als sie das Feld verließen und Wallace versuchte, einen Fan zu verfolgen, der etwas auf ihn geworfen hatte. Mills versuchte in die Umkleidekabine der Trail Blazers zu gelangen, wurde aber abgewiesen. Wütend trommelte Mills einige Freunde zusammen und parkte sein Auto vor dem Teambus Portlands. Für diese Aktion gab es eine Sperre von drei Spiele, Wallace kam mit einer Geldstrafe davon.

12. Januar 2002: Chicago Bulls vs Los Angeles Lakers
Nachdem er bereits Opfer einiger harter Fouls war, sah Shaquille O'Neal nach einem absichtlichen Foul von Charles Oakley rot und versuchte, den bei ihm stehenden Brad Miller auf den Hinterkopf zu schlagen, verfehlte ihn jedoch. Mehrere Spieler beteiligten sich an der anschließenden Rangelei und O'Neal, Oakley und Miller wurden herausgestellt. Der Lakers-Centre bekam anschließend eine Sperre von drei Spielen aufgebrummt.

15. Jan 2001: New York Knicks vs San Antonio Spurs
Lange Zeit sah es nach einem ereignislosen Spiel mit einem lockeren Sieg der New York Knicks aus, doch nach einem Ellbogenschlag von Danny Ferry war Knicks-Center Markus Camby kaum noch zu halten und wollte auf den Spurs-Spieler losgehen. Die New Yorker versuchten Camby aufzuhalten und auch sein Coach Jeff Van Gundy versuchte, seinen Spieler zu stoppen, bekam so aber den Großteil des Angriffs ab und musste nach einem Kopfstoß mit 15 Stichen genäht werden. Mit Humor sagte er nach dem Spiel: "Was solls, er bekam nur den Schlag, den sich auch meine anderen Spieler für mich wünschen." Die NBA fand die Affäre aber nicht besonders witzig und sperrte Camby für 5 Spiele und Ferry für eine Partie.

10. November 1995: Indiana Pacers vs Sacremento Kings
Wenige Minuten vor Ende des dritten Viertels gerieten Pacers-Forward Dale Davis und Michael Smith von den Kings aneinander und kassierten für ihre Schlägerei jeweils zwei Spiele Sperre. Bemerkenswert an diesem Zwischenfall war aber, dass die NBA insgesamt 16 Profis sperrte. Allesamt dafür, dass sie während des Spiels die Ersatzbänke verlassen hatten und versuchten, in den Kampf einzugreifen.

13. Mai 1994: Chicago Bulls vs New York Knicks
Obwohl die Rivalität der New York Knicks und der Chicago Bulls sich durch die 90er Jahre zog, kam es nur einmal zu einer Schlägerei zwischen Spielern. Derek Harper von den Knicks und Bulls-Guard JoJo English begannen einen Kampf, der, obwohl nur die beiden Spieler beteiligt waren, sich einige Minuten hinzog und beinahe im Schoß von NBA-Commissioner David Stern geendet wäre, der bei diesem Spiel Zuschauer war.

24. März 1993: Phoenix Suns vs New York Knicks
In einem lang erwarteten Spiel zwischen den besten Teams der Western und Eastern Conference begann kurz vor der Halbzeit die Schlägerei. Suns-Guard Kevin Johnson ließ sich von Doc Rivers provozieren und foulte ihn direkt vor der Halbzeit-Sirene, Rivers dachte sofort an Rache und jagte Johnson durch die Halle, was dazu führte, dass die Spieler von den Ersatzbänken sich einmischten. Nachdem es sich schließlich etwas beruhigt hatte, kam der in Zivil verletzt auf der Bank sitzende Greg Anthony zu Johnson, führte mit ihm eine hitzige Diskussion und schlug ihm schließlich ins Gesicht. Fünf Spiele Sperre für Anthony waren die Folge.

9. Dezember 1977 Los Angeles Lakers vs Houston Rockets
Wohl eines der brutalsten Fouls der NBA-Geschichte sahen die Zuschauer in der Partie zwischen den Lakers und den Rockets. Lakers Kareem Abul-Jabbar und Kermit Washington gerieten mit Kevin Kunnert aneinander. Rockets Star-Forward Rudy Tomjanovich wollte seinem Teamkollegen helfen, doch Washington schwang herum und schlug Tomjanovich mit einem Schlag K.o. Abdul-Jabbar verglich das Geräusch dabei mit dem einer zerplatzten Melone. Der Schlag, später nur "The Punch" genannt, brach dem Rockets-Spieler mehrere Knochen im Gesicht und verursachte lebensbedrohliche Hirnblutungen. Tomjanovich, dem später zwar das Comeback gelang, der aber nie wieder an seine Bestleistunen anknüpfen konnte, musste monatelang im Krankenhaus behandelt werden. Die NBA sperrte Washington für zwei Monate. Das Foul beendete die "Enforcer-Ära" in der NBA, in der Starspieler von physisch starken Spielern, die den Gegner mit harten Fouls einschüchterten, beschützt wurden.

Henning Schulz

US-SPORT
NBA: Mavs siegen gegen Trail Blazers
Mit einem Kraftakt haben die Dallas Mavericks gegen die Portland Trail Blazers auch ihr drittes Spiel in Folge gewonnen. Dazu benötigten sie allerdings starke Nerven und eine Double Overtime.

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