Dallas Mavericks beziehen hohe Niederlage

Dirk Nowitzki erlebte einen bitteren Abend
Warum die Dallas Mavericks sich die Mühe gemacht haben, zum Auswärtsspiel nach Denver zu reisen? Es bleibt eine Frage ohne Antwort. Nuggets haben sie zwar gefunden, doch diese erwiesen sich als zu hart, um sich darüber zu freuen. Am Ende setzte es eine böse Klatsche.
Sicherlich könnten die Spieler um Dirk Nowitzki, der auf 17 Punkte kam, erklären, dass sie vom Spiel am Abend zuvor gegen die Golden State Warriors noch müde waren und auch die Verletztenliste sah sicherlich nicht so aus, als ob man sie sich einrahmen möchte. Erick Dampier fiel weiter mit einer Knieverletzung aus und Shawn Marion plagte sich mit Problemen am Rücken herum.
"Wir waren ziemlich platt. Das hat die gesamte Mannschaft erfasst", erklärte Nowitzi dann auch, nachdem seine Mannschaft direkt aus Oakland eingeflogen war und den 15-Stunden-Trip noch in den Knochen hatte.
Warum man dann aber bei der katastrophalen 91:127-Niederlage im Pepsi Center die Arbeit verweigerte, war allen Beteiligten und den Fans schleierhaft. Selbst als der Gastgeber ab dem dritten Viertel mit halber Kraft und dem Ersatzpersonal agierte, ließen sich die Texaner vorführen. Auf Seiten von Denver fehlte Kenyon Martin, Chauncey Billups und Carmelo Anthony spielten angeschlagen.
Ein Abend zum Vergessen
Dass die Mavs bei den Nuggets gern verlieren, ist keine große Neuigkeit. Von den letzten sieben Spielen gewannen die Gäste lediglich eins, das aber immerhin im Pepsi Center, in dem die Nuggets in dieser Saison nur vier Niederlagen einstecken mussten. An diesem Abend kamen sie aber in keiner Phase der Partie in Schwierigkeiten.
Nowitzki hatte sich kaum seine Schuhe zugebunden, da stand es auch schon 10:2 für die Hausherren. In der Folgezeit hielten die Mavs zumindest den Anschluss, bevor sie bei einem 14:4-Lauf zum Ende des ersten Durchgangs erneut böse unter die Räder kamen. Nach dem ersten Viertel stand es 21:34 und es sollte nicht mehr besser werden.
Bittere Quote bei den Gästen
Auch beim Blick auf die Quoten mochte man als Anhänger der Mavericks sich die Augen ausstechen. Einzig die Freiwurfquote war perfekt, ansonsten hätte es noch bitterböser ausgesehen als es ohnehin schon war. 38 Prozent der Würfe fielen nur durch das Netz und 28 zu 47 Rebounds sprechen ebenso Bände, wie auch der Fakt, dass Denver schon vor Ende des dritten Viertels die 100 Punkte-Marke geknackt hatte.
Nene kam auf 21 Zähler, Chauncey Billups notierte sich 16 Punkte und Chris Andersen steuerte neben seinen 14 Punkten noch zehn Rebounds bei. Selbst die Dauerreservisten Malik Allen (6) und Johan Petro (13) kamen zusammen auf 19 Zähler. Carmelo Anthony, der zuletzt acht Spiele verpasst und die Fitness an diesem Abend auch nicht erfunden hatte, spielte 30 Minuten und kam auf 19 Punkte.
Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Das schien das Motto des Abends zu sein. "Das Gute an diesem Abend war, dass ich wieder spielen konnte. Schlecht war allerdings, dass ich zwei Wochen nur auf der Bank saß und eigentlich länger spielen wollte. Aber bei einem Sieg mit 36 Punkten nehme ich das schon mal in Kauf", so Anthony.
LeBron - eine Augenweide
In der Quicken Loans Arena fühlen sich die Cleveland Cavaliers natürlich heimisch und die New Jersey Nets gehörten an diesem Abend nicht zu den drei Mannschaften, die es geschafft haben, den Sieg in dieser Spielzeit aus Cleveland zu entführen.
Allerdings benötigten die Gastgeber einen starken LeBron James, um die Gäste in die Schranken zu weisen. Seine 32 Punkte waren ein Garant für den Erfolg, den sich die Cavs im zweiten Viertel erarbeiteten, als sie sich beim 29:22 die nötigen Punkte holten. Ansonsten blieben die Nets gleichwertig, hatten aber eben nicht den Spieler, der den Unterschied ausmachte.
"Er ist ein einzigartiger Spieler und er wird scheinbar in jedem Spiel besser. Es gibt eigentlich nicht genug Superlative, um sein Spiel zu beschreiben", erklärte Nets-Coach Kiki Vandeweghe gegenüber AP. Für die Cavs war es der zwölfte Sieg in Folge - Saisonrekord.