Washington Capitals besiegen Pittsburgh Penguins

Alex Ovechkin machte mit seinen Gegenspielern, was er wollte
Es war der Showdown der Superlative. Mit Alex Ovechkin von den Washington Capitals und Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins trafen zwei der besten Spieler der Welt im direkten Duell aufeinander. Als Sieger durfte sich dabei der Caps-Superstar fühlen, der drei Treffer und einen Assist zum 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen den amtierenden Champion beisteuerte.
Dabei hatte es vor 18.277 Zuschauern im Verizon Center in Washington zunächst alles andere als gut für die Hausherren ausgesehen. Mit seinem 38. Saisontor brachte Crosby die Pens bereits früh mit 1:0 in Führung (6:59). Exakt drei Minuten später legte der 22-Jährige nach Vorarbeit seines kongenialen Partners Evgeni Malkin seinen zweiten Treffer in Überzahl nach.
Ovechkins erster Streich
Mit 2:0 ging es auch in die erste Drittelpause, es sollte jedoch noch bis zur 30. Minute dauern, bis die Capitals aus ihrer Starre erwachten und selbst jubeln durften. Und wer anderes als Ovechkin hätte es sein sollen, der für den 1:2-Anschlusstreffer (29:01) verantwortlich zeichnete. Der Russe nahm ein Zuspiel von Jeff Schultz dankbar auf und versenkte die Scheibe zum 40. Mal in dieser Spielzeit im Netz.
Der nächste Rückschlag für Washington ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Diesmal war es Jordan Staal, der die Führung für Pittsburgh per Doppelschlag (31:43/33:07) auf 4:1 ausbaute und die Gastgeber erneut in einen Schockzustand versetzte. Immerhin konnte Eric Fehr noch kurz vor der Schlusssirene des zweiten Durchgangs auf 2:4 verkürzen (37:12).
Ovie legt nach
Im letzten Drittel demonstrierte Ovechkin einmal mehr, dass er an guten Tagen von niemandem zu stoppen ist. Zunächst traf der 24-Jährige zum 3:4 (46:51), wenig später sorgte er für den umjubelten 4:4-Ausgleich (51:06). Weitere Treffer fielen in der regulären Spielzeit nicht mehr, so dass die Verlängerung entscheiden musste.
Und hier hatten die Capitals das bessere Ende für sich und mit Ovie den entscheidenden Mann in ihren Reihen. 2:49 Minuten waren in der Overtime absolviert, da verwertete Mike Knuble nach Vorlage Ovechkins eine Powerplay-Situation zum 5:4-Endstand, der zugleich den 14. Sieg in Folge für die Caps bedeutete.
Brillant, leidenschaftlich, göttlich
"Das war ein unfassbares Match und die Zuschauer sind voll auf ihre Kosten gekommen. Es war alles dabei, was großen Eishockeysport auszeichnet: Eine unglaubliche Intensität, Spannung, physisches Spiel, tolle Aktionen und pure Leidenschaft auf beiden Seiten", war Washingtons Coach Bruce Boudreau vom Feuerwerk auf dem Eis gegenüber espn sichtlich angetan.
Auch Eric Fehr, Caps-Torschütze zum zwischenzeitlichen 2:4, sparte nicht mit Superlativen und verneigte sich dabei insbesondere vor einem Mann: "Ovie war brillant. Das, was er heute gezeigt hat, ist mit Worten eigentlich kaum zu beschreiben. Er hat uns nach dem Rückstand zurück in die Erfolgsspur geführt und das gesamte Team mitgetragen. Einen wie ihn brauchten wir, er war einfach nur göttlich."
Sturm schießt die Bruins zum Sieg
Dank zweier Tore des deutschen Nationalspielers Marco Sturm haben die Boston Bruins ihre lange Pleitenserie derweil gestoppt. Das 3:0 bei den Montréal Canadiens war für die Bruins der erste Sieg nach zehn zuvor erlittenen Niederlagen. Mit einer weiteren Schlappe in Montréal hätte Boston einen 85 Jahre alten Club-Negativrekord eingestellt.
Ein Doppelschlag von Adam McQuaid (18.) und Sturm (20.), ein weiterer Treffer des Bayern (50.) sowie der starke finnische Torhüter Tuukka Rask mit 36 Paraden bescherten Boston den Sieg. Mit nunmehr 18 Saisontreffern ist Olympia-Teilnehmer Sturm weiterhin bester Schütze des Traditionsclubs, der in der Ost-Hälfte der Nordamerika-Liga wieder Anschluss an die Playoff-Plätze gefunden hat.