Leafs fertigen Senators mit 5:0 ab

Phil Kessel traf zweimal und bereitete ein Tor vor
Das Conference-Schlusslicht aus Toronto siegte im prestigeträchtigen Derby. Torhüter Jean-Sebastien Giguere feierte seinen zweiten Shutout in Folge. Doch trotzdem herrschte traurige Stimmung im Air Canada Centre.
Eigentlich hätte es ein wunderbarer Abend im Air Canada Centre sein können. In einem der größten Eishockey-Derbys der Welt fertigten die Toronto Maple Leafs die Ottawa Senators mit 5:0 ab. Bereits im ersten Drittel waren die Weichen auf Erfolg gestellt. Nach den Treffern von Phil Kessel, Luke Schenn und Tyler Bozard führten die Leafs mit 3:0. Besonders der Doppelschlag der letzten beiden Treffer innerhalb von 28 Sekunden der 17. Minute sorgte für Entsetzen bei den Senators.
Kessel und Schenn sammeln Scorerpunkte, Giguere Rekorde
Im zweiten Drittel sahen die 19.426 Fans eine engere Partie. So konnte lediglich Phil Kessel zum zweiten Mal einnetzen, als er den Senators-Keeper Brian Elliott 85 Sekunden vor der Schlusssirene überwand. Dieser machte im Schlussabschnitt Platz für Pascal Leclaire, welcher in der 49. Minute beim Schuss von Schenn hinter sich greifen musste.
Kessel und Schenn erzielten zwei Treffer selbst und waren an einem weiteren per Assist beteiligt. Doch der Held des Abends war Leafs-Keeper Jean-Sebastien Giguere. Der vor einer Woche von den Anaheim Ducks transferierte Schlussmann feierte einen Rekord, als er sich in seinem zweiten Spiel nach dem 3:0 gegen die New Jersey Devils den nächsten Shutout sicherte.
Toronto trauert um Brendan Burke
Doch selten zuvor standen die sportlichen Ereignisse bei einer "Battle of Ontario" so im Hintergrund. Leafs-Präsident Brian Burke musste am Freitag den Verlust seines jüngsten Sohnes hinnehmen. Brendan starb mit 21 Jahren bei einem Verkehrsunfall. So gedachte auch Torwart-Held Guigere seines Chefs: "Unser Ziel auf dem Eis muss es sein, dass Burkie und seine Familie sich zumindest um uns keine Sorgen machen müssen." Der Erfolg sieht die schlingernden Leafs nun bei 49 Punkten, doch noch immer bedeutet dies den letzten Platz in der Eastern Conference.
Ehrhoff siegt, Sturm punktet
Die Vancouver Canucks setzten sich mit 3:2 nach Penaltyschießen bei den Boston Bruins durch. Aus deutscher Sicht stand dabei das Duell zwischen Marco Sturm und Christian Ehrhoff im Mittelpunkt des Interesses. Eine 2:0-Führung nach dem ersten Drittel reichte den Bruins dabei nicht. Marco Sturm sammelte einen Assistpunkt. Raymond und Demitra konnten in der regulären Spielzeit noch ausgleichen, ehe erneut Pavol Demitra den entscheidenden Penalty versenkte.
Ehrhoffs Canucks führen damit weiterhin die Northwest-Division an, während Boston einem Negativrekord entgegensteuert. Nach zehn Niederlagen in Folge fehlt nur noch eine Schlappe, um die Serie aus der Saison 1924/25 einzustellen.
Predators bangen um die Playoffs
Sorgen müssen sich langsam aber sicher die Nashville Predators machen. Nach der 3:4-Heimniederlage gegen die San José Sharks droht den Säbelzahntigern der Verlust eines Playoff-Platzes. Marcel Goc fehlte weiterhin verletzt, doch der Ex-Freezer Alexander Sulzer kam zum Einsatz. Bei den Sharks musste Keeper Thomas Greiss einmal mehr auf der Bank Platz nehmen. San José führt nach dem Erfolg die Western Conference weiterhin an und ist mit einem Punkt Rückstand das zweitbeste NHL-Team hinter den Washington Capitals.