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Die Top Ten der NFL
Die Top Ten der NFL
Brett Favre wird auf seine alten Tage besonnener

Der Dezember und damit die heiße Phase in der NFL rückt näher - Zeit also noch einmal die Favoriten auf die Playoffs unter die Lupe zu nehmen. sportal.de kürt die derzeitigen Top Ten im Kampf um Playoff-Einzug und den Super Bowl.

1. New Orleans Saints - 1. NFC South (10:0)

Das Team aus Louisiana ist eines von nur noch zwei unbesiegten Mannschaften und doch hakte es bis zum 38:7 bei den Tampa Bay Bucaneers ein wenig in der Touchdownmaschinerie aus dem Big Easy. So ging Drew Brees mit neun Touchdowns bei zwei Interceptions und einer 4:0-Bilanz in die spielfreie Woche, um in den sechs Spielen danach sieben Interceptions bei 10 Touchdowns zu produzieren. Allerdings kam der Aufbaugegner und Divionssieger Tampa gerade recht - drei weitere erfolgreiche Touchdownwürfe lassen Brees wieder glänzend aussehen im Kampf um die MVP-Krone. Doch Vorsicht - in der nächsten Woche stehen die New England Patriots auf dem Spielplan, der vielleicht größte Stolperstein auf dem Weg zu einer pefekten Saison.

2. Indianapolis Colts - 1. AFC South (10:0)

Das zweite ungeschlagene Team der Liga befand sich zum zweiten Mal in Folge am Rande einer Niederlage und konnte sich dieses Mal zwar nicht beim gegnerischen Coach und Quarterback Peyton Manning bedanken, sondern bei der Defense und den Special Teams. So fing Linebacker Gary Brackett 2:49 Minuten vor dem Ende einen Pass von Ravens Quarterback Joe Flacco weit in der eigenen Hälfte ab, zudem besiegelte das Puntteam letztlich das 17:15. Die gute Nachricht für die Colts könnte nun allerdings lauten - ein wirklich Hochkaräter lauert nicht mehr auf sie in den restlichen Wochen.

3. Minnesota Vikings - 1. NFC North (9:1)

Die unfassbare Saison der Vikings nur an Brett Favre festzumachen, wäre unfair. Doch andererseits dürfen die Leistungen des notorischen Comebackers nicht unter den Tisch gekehrt werden: Gerade einmal drei Interceptions bei derzeit 21 Touchdown-Pässen sprechen eine deutliche Sprache. Der einstige Gunslinger, bekannt dafür auch gerne riskante Würfe zu nehmen und dafür Ballverluste einzukalkulieren, ist zum kühlen Kopf der Vikings-Offense mutiert. Die dreht in dieser Saison mit ihrer 9:1-Bilanz so richtig auf und sorgt mit Running Back Adrian Peterson, den Wide Receivern Sidney Rice, Percy Harvin und Bernard Berrian, sowie Tight End Visanthe Shiancoe für Angriffslust und die Hoffnung auf eine Super Bowl-Teilnahme.

4. New England Patriots - 1. AFC East (7:3)

Zentimeter trennten die Patriots in der letzten Woche von einem neuen First Down und dem möglichen Sieg gegen den Erzrivalen Indianapolis. Doch in der eigenen Division gelten die Bostoner weiterhin als das Nonplusultra, wie die gelungene Revanch gegen die New York Jets beweist. Auch die Zahlen sprechen - abgesehen von der 7:3-Bilanz - eine deutliche Sprache für den Dauerfavoriten: Punktemäßig liegt man in der Offensive (29 erzielte Punkte pro Spiel) ligaweit auf Platz drei, in der Defensive (16,4 zugelassene Punkte pro Spiel) sogar auf Rang zwei. So dürfte es auch kaum verwundern, dass die Pats die Partie bei den Colts eigentlich dominierten und wahrscheinlich nur durch eine falsche Entscheidung von Coach Bill Bellichick den Sieg einbüßten.

5. Cincinnati Bengals - 1. AFC North (7:3)

Das Überraschungsteam der Liga mit dem Kandidaten für die Trainer des Jahres-Auszeichnung sorgt weiter für Furore - allerdings in negativer Weise. Eine Woche nach dem zweiten Saisonsieg über den Divisionsrivalen und amtierenden Champion Pittsburgh Steelers verlor man ausgerechnet bei den Oakland Raiders, die zuvor gerade einmal zwei Siege auf der Haben-Seite hatten. Bedanken konnten sich die Comebacker des Jahres im Nachhinenein bei den Kansas City Chiefs, die wiederum die Steelers schlagen konnten. Jetzt müssen gerade Spiele gegen die Hochkaräter Chargers und Vikings in den nächsten Wochen die Entscheidung über eine gelungene Saison bringen.

6. Arizona Cardinals - 1. NFC West (7:3)

Im letzten Jahr sorgten die Cards mit ihrem Lauf in den Super Bowl für staunende Gesichter, jetzt bekräftigen sie ihre Vormachtstellung in der schwach besetzten NFC-West. Besonders beeindruckend ist bei Arizona dabei die Auswärtsstatistik, die mit 5:0 zu Buche schlägt. Lediglich die noch ungeschlagenen Saints und Colts können mit so einem starken Auftreten in der Fremde aufwarten. Nächster richtig großer Prüfstein in den kommenden Spielen dürfte die Partie gegen die Minnesota Vikings werden.

7. San Diego Chargers - 1. AFC West (7:3)

Mit dem Sieg bei den Denver Broncos haben sich die San Diego Chargers endgültig an die Spitze der AFC West gesetzt und damit ihre Playoff-Ambitionen unterstrichen. Dabei hatte es gerade zu Beginn der Saison und dem ersten Aufeinandertreffen mit dem Divisionsrivalen aus Colorado ganz anders ausgesehen. Doch nach nunmehr fünf Siegen hintereinander stehen die Kalifornier wieder dort, wo sie die Experten bereits vor der Saison wähnten: Ganz oben.

8. Baltimore Ravens - 3. AFC North (5:5)

Ein 5:5-Team steht vor einem Divisionsführenden und drei Teams mit positiver Bilanz? Ganz einfach, die Ravens haben seit ihrer spielfreien Woche wieder genau das Verteidigungsspiel gezeigt, was man von ihnen erwartet und dabei die Colts an den Rand einer Niederlage gebracht. Dabei erlaubten sie in den drei Spielen vor dem unglücklichen 15:17 gerade einmal insgesamt 24 Punkte und halten somit weiterhin Anschluss an die Bengals und die Steelers in der AFC North.

9. Dallas Cowboys - 1. NFC East (7:3)

Das Team aus Texas verhält sich derzeit wie Forrest Gumps berühmte Schachtel Pralinen: Man weiss bei ihnen nie, was man bekommt. So sprang am Sonntag lediglich ein 7:6-"Erfolg" über den Divisionsrivalen aus Washington heraus, wobei die Redskins bis 2:41 Minuten vor dem Ende sogar führten, ehe Quarterback Tony Romo Patrick Crayton zum Sieg in der Endzone fand. Dabei hatte es in den Wochen davor nach einem holprigen Start vielversprechend ausgesehen, ehe die Packers die Cowboys in der letzten Woche von Wolke sieben herunterholten. Auch der knappe Sieg über die Redskins zeugt noch nicht von echter Playoff-Reife.

10. Pittsburgh Steelers - 2. AFC North (6:4)

Erst die Niederlage gegen die Bengals, dann die überraschende Schlappe in der Verlängerung bei den hoffnungslosen Fällen aus Kansas City - es läuft alles andere als rund beim amtierenden Champion. In der Division drohen den Steelers jetzt gleich zwei ebenbürtige Gegner, wobei die beiden Spiele gegen die Ravens noch ausstehen.

Mit den Denver Broncos (2. AFC West), Green Bay Packer (2. NFC North) und den Philadelphia Eagles (2. NFC East) klopfen noch drei weitere Teams an die Tür der Playoffs und den Top Ten, die sie haarscharf verpassten. Während Broncos und Eagles bereits am nächsten Spieltag wieder ein Stück weit über das Thema Divisionssieg mitstreiten können, müssen sich die Packers doch gewaltig strecken, um den Rivalen aus Minnesota mit ihrem Ex-Quarterback Favre doch noch in die Suppe spucken zu können.

Sven Kittelmann

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