Phillies verkürzen World Series

Chase Utley avancierte zum Home-Run-König
Mit einem 8:6 im eigenen Citizens Bank Park haben die Philadelphia Phillies das fünfte Spiel der World Series gegen die New York Yankees gewonnen und den Rückstand in der Best-of-Seven-Serie auf 2:3 verkürzt und dabei mit Chase Utley einen neuen Home Run-König in ihrer Mitte gefunden.
Utley verbuchte gleich zwei Home Runs und schloss mit seinem fünften Home Run in der World Series zu Legende Reggie Jackson auf, der dieses Kunststück zuvor als einziger Spieler geschafft hatte. Selbst die Yankees-Helden Babe Ruth und Lou Gehrig konnten in ihren langen Karrieren lediglich die Bestmarke von vier Home Runs knacken.
Die Fans in Philadelphia mussten nach einer klaren 8:2-Führung im siebten Inning, unter anderem durch Utley, sowie einem Home Run und zwei weiteren RBIs von Raul Ibanez, zum Ende des Spiels noch einmal zittern. Alex Rodriguez, Robinson Cano und Derek Jeter konnten noch einmal punkten, wobei Jeter mit einem Double Play auch gleich zwei Outs für die Yankees kassierte. Schließlich sorgte Pitcher Ryan Madson mit einem Strike-Out gegen Mark Texeira für den Erfolg und die Verlängerung der World Series.
Girardi kritisiert Pitcher
"Wir hatten ja gar keine Wahl, entweder nach Hause gehen und Football und College Basketball gucken oder unsere Saison weiter verlängern", erklärte Shortstop Jimmy Rollins gegenüber AP. Auch Pitcher Cliff Lee, Held des ersten Sieges gegen die Yankees, gab sich trotz seiner beeindrucken Playoff-Statistiken von vier Siegen in fünf Spielen und einer ERA von 1.56 bescheiden: "Heute hatte ich mehr zu kämpfen", lautete sein trockenes Fazit.
Auf der Gegenseite haderte Manager Joe Girardi mit seinen Werfern. "Wir hätten gewonnen, wenn wir vernünftig geworfen hätten", so Girardi bei AP. "Darauf kommt es am Ende an." Starter AJ Burnett konnte Girardi auf keinen Fall zufrieden stellen, er begünstigte gleich sechs Runs in zweieinhalb Innings und wurde früh vom Werferhügel genommen.