Boston Celtics besiegen New Orleans Hornets

Paul Pierce überspringt David West zum Korbleger
Es war der Abend der Teams ohne Niederlage. Die Boston Celtics, die Orlando Magic und die Phoenix Suns behielten allesamt ihre weiße Weste. Boston setzte sich ohne Probleme gegen die Hornets aus New Orleans durch, die Magic schlugen die Toronto Raptors trotz eines überragenden Chris Bosh und die Suns besiegten die Minnesota Timberwolves.
Boston Celtics mit guter Frühform
In Boston herrscht zum Saisonauftakt eine sehr gute Stimmung. Nachdem die letzte Saison nach der Verletzung von Kevin Garnett eher trübselig zuende gegangen war, lässt der Saisonstart mit nunmehr vier Siegen bei noch keiner Niederlage für den Meister von 2008 wieder auf Großes hoffen.
Wie auch in den letzten Jahren waren es wieder die "Big Three" Kevin Garnett, Paul Pierce und Ray Allen, die für die meisten Punkte sorgten. Pierce mit 27 Punkten, Allen mit 17 und Garnett mit 14 Punkten und sieben Rebounds sorgten für klare Verhältnisse und den 97:87-Sieg. Allerdings zeigt sich in dieser Saison, dass vor allem Point Guard Rajon Rondo sein Spiel auf ein konstant höheres Level gehoben hat als in den beiden letzten Saisons und das Spiel der Celtics lenkt und bestimmt. Auch gegen die Hornissen standen für den Point Guard wieder zehn Assists zu Buche.
Seinem Gegenüber, All-Star-Point-Guard Chris Paul, blieben letzten Endes nur lobende Worte: "Wir wollen dahin, wo die Celtics bereits sind: obenauf. Ich bin ein Fan ihres Spiels. Sie haben sich als ein Team etabliert, das sich niemal sselber schlägt." Bei den Hornets war der Serbe Peja Stojakovic mit 26 Punkten erfolgreichster Werfer auf dem Parkett.
Orlando Magic verkraften Ausfall von Vince CarterIm Gleichschritt mit den Celtics marschiert der Finalist des letzten Jahres, die Orlando Magic, duch die ersten Spiele der Saison. Bei der Magic zeigt sich zudem schon früh in der Saison, dass der Kader ausgesprochen gut und gleichmäßig besetzt ist. Da der neuverpflichtete Star Vince Carter aufgrund einer Knöchelstauchung passen musste, sprang für ihn kurzerhand der ehemalige College-Spieler des Jahres, J.J. Reddick, in die Bresche. Reddick erzielte 27 Punkte, was zusammen mit den 30 Punkten von Spielmacher Jameer Nelson und den 24 Punkten und elf Rebounds von "Superman" Dwight Howard für den 125:116-Sieg reichte.
Auf der Seite der Raptors war Chris Bosh mit 35 Punkten und zwölf Rebounds bester Mann, während es Hedo Turkoglu, im letzten Jahr noch im Dress der Magic, auf 19 Punkte brachte. Die Konkurrenz schaut auf jeden Fall staunend nach Florida, wo in den nächsten Wochen sowohl Carter als auch der noch gesperrte All-Star Rashard Lewis das Team weiter verstärken werden.
Phoenix Suns auch ohne O'Neal gut drauf
Bei den Suns in Phoenix weint scheinbar niemand dem Abgang von All-Star-Center Shaquille O'Neal hinterher. Coach Alvin Gentry hat das System auf eine weniger Zonen-basierte Offensive umgestellt, und allein Neuzugang Channing Frye war die Umstellung offenbar schon wert, wie der 120:112-Sieg gegen die Minnesota Timberwolves eindrucksvoll bewies, der den Suns einen makellosen Saisonstart mit drei Siegen und keiner NIederlage bescherte.
Zum zweiten Mal in Folge erzielte der Ex-Trail Blazer sechs Dreier in einem Spiel, um den Grundstock für seine 25 Punkte zu legen. "Er darf bei uns so viele Dreier nehmen, wie er mag. solange er immer sechs davon trifft", so Coach Gentry nach dem Spiel. Die komplette Starting Five der Suns punktete zweistellig, Grant Hill erzielte 23 Punkte und zehn Rebounds, Amare Stoudamire 19, der nach seiner Sperre wieder im Team stehende Jason Richardson 23 Punkte und Spielmacher Steve Nash 14 Punkte und 14 Assists.
Bei den Timberwolves war Ryan Gomes mit 23 Punkten und 15 Rebounds bester Mann auf dem Feld.
Lakers und Nuggets verlassen sich auf ihre Superstars In den anderen Spielen des Abends gewannen die Miami Heat gegen die Chicago Bulls mit 95:87, die Portland Trail Blazers schlugen die Oklahoma City Thunder mit 83:74 und die Denver Nuggets gewannen dank 42 Punkten ihres Superstars Carmelo Anthony mit 133:123 gegen die Memphis Grizzlies, um ebenfalls mit einer Bilanz von 3:0-Siegen zu starten.
Der Titelverteidiger, die Los Angeles Lakers, gewann sein Heimspiel gegen die hochgewetteten Atlanta Hawks sicher mit 118:110, wobei Kobe Bryant mit 41 Punkten entscheidenden Anteil am Sieg der Lakers hatte, die nach wie vor auf ihren verletzten spanischen Center Pau Gasol verzichten müssen.