Pittsburgh Penguins schlagen Florida im Penalty-Schießen
Darcy Tucker konnte erst nach fünf Minuten auf einer Bahre vom Eis getragen werden
Die beiden besten Mannschaften der NHL halten sich weiter schadlos. Die Pittsburgh Penguins schlugen die Panthers im Penalty-Schießen mit 3:2, die Avalanche besiegte Carolina mit 5:4.
Die Pittsburgh Penguins machen da weiter, wo sie im letzten Jahr aufgehört haben. Mit einer tollen Mannschaftsleistung und einem Sidney Crosby in absoluter Top-Form. Der Sieg gegen Florida brachte ihnen eine neue Bestmarke für den besten Saisonstart eines Stanley-Cup-Siegers aller Zeiten ein. Noch nie vorher war ein Titelverteidiger mit neun Siegen aus zehn Spielen in die nächste Saison gestartet.
Allerdings sah es zunächst gar nicht danach aus. Die Florida Panthers waren nach zwölf Minuten durch Steve Reinprecht während eines Power Plays in Führung gegangen und konnten diese noch vor dem Drittelende auf 2:0 ausbauen, als Reinprecht seinen zweiten Treffer erzielte. Im zweiten Drittel gab es keine Treffer auf beiden Seiten und so war im Schlussabschnitt alles bereitet für den großen Auftritt von Sid the Kid.
Zunächst erzielte er nach zwei Minuten des Drittels den 1:2-Anschlusstreffer, um dann drei Minuten vor dem Ende mit seinem ersten Unterzahl-Tor der Karriere das Spiel auszugleichen. Damit aber nicht genug. Im folgenden Penalty-Schießen bewahrte er seine hundertprozentige Quote für die Saison, da er als einziger Spieler seinen Penalty verwandeln konnte und somit nun bei drei von drei verwandelten Penaltys für die Saison steht.
"Zu Beginn des dritten Drittels waren wir immer noch in Schlagdistanz. Auch nach einer schwachen ersten Hälfte haben wir an unserer Taktik festgehalten und es hat funktioniert. Das zeigt eine Menge", so Crosby nach dem Spiel.
Auch für die Colorado Avalanche war es ein Abend des Comebacks. Nachdem sie in den ersten zehn Minuten des Spiels gegen Carolina durch Gegentore von Joe Corvo und Tuomo Ruutu bereits mit 0:2 in Rückstand geraten waren, drehte das zweitbeste Team der NHL gewaltig auf. Ryan O'Reilly und Paul Stastny besorgten noch im ersten Abschnitt den Ausgleich und innerhalb von 40 Sekunden ging die Avalanche Mitte des zweiten Drittels mit 4:2 in Führung. Die Tore besorgten Milan Hejduk und Wojtek Wolski.
Schwere Verletzung für Darcy Tucker
Zwar konnte Matt Cullen noch einmal auf 4:3 verkürzen, das 5:3 von Stastny allerdings bedeutete die Vorentscheidung. Das 5:4 von Ray Whitney war nur noch eine Ergebniskosmetik. Der einzige Wermutstropfen für Colorado dürfte die Verletzung von Darcy Tucker sein, der nach einem Check von Tuomo Ruutu fünf Minuten bewegungslos und blutüberströmt auf dem Eis liegen blieb.
Wie bekannt wurde, soll es sich bei der Verletzung um eine Fraktur im Gesichtsbereich handeln. Übeltäter Ruutu wurde des Spielfeldes verwiesen und wird das nächste Match aussetzen müssen. Im dritten Spiel des Abends schlugen die St. Louis Blues die Minnesota Wild mit 3:1.