NADA: Kein Verständnis für Philipp Petzschner
Lob für den Deutschen Tennis Bund (DTB) und harsche Kritik an den Profi-Organisationen - erst recht aber gibt es kein Verständnis für Philipp Petzschner bei der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Tennis-Profi, der rund um den Globus unterwegs ist, an Kleinigkeiten scheitert", sagte der NADA-Vorstandsvorsitzende Armin Baumert. Der Davis-Cup-Spieler hatte sich geweigert, die Athletenvereinbarung des Verbandes zu unterschreiben. Petzschner steht dem DTB-Team damit auch in der Abstiegsrunde Mitte September nicht zur Verfügung. Allerdings hatte er der Auswahl sowieso für 2010 abgesagt, nachdem klar wurde, dass wegen seines Fehlens im nationalen Testpool eine Nominierung unmöglich ist. "Es ist ja nicht so, dass andere Spieler nicht unterschrieben haben", meinte Baumert. Zu ihnen gehört Benjamin Becker, der bei der 1:4-Niederlage des deutschen Davis-Cup-Teams im französischen Toulon dabei war. Für Becker war die Unterschrift kein Problem - und unangemeldeten Besuch durch einen Doping-Kontrolleur zu früher Stunde habe er "bis jetzt nicht" bekommen, erklärte Becker lächelnd.