Tour 2008 droht Doping-Nachbeben
Die 96. Tour de France ging scheinbar dopingfrei über die Bühne, doch das französische Nationalheiligtum steht schon vor der nächsten Belastungsprobe. Die Meldung, dass eingelagertes Blut von 15 der besten 20 Radprofis der Tour 2008 nochmals gezielt auf das EPO-Präparat CERA untersucht werden soll, platzte mitten in die Feierlichkeiten auf den Champs Elysées und störte die trügerische Ruhe im Tross. Klar ist: Sollte es im Oktober ein Doping-Nachbeben geben, würden wohl auch die diesjährigen Astana- Festspiele nochmals genauer unter die Lupe genommen werden. "Wenn die Methode verfeinert worden ist und man jetzt empfindlicher messen kann, glaube ich, dass wir noch weitere Dopingfälle erwarten können", sagte der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel mit Blick auf 2008.