31.12.2008
Rogge verteidigt China-Politik
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, hat die IOC-Politik gegenüber China vor den Olympischen Spielen in Peking verteidigt. "Ich finde, wir haben das Maximum erreicht. Die Spiele wären ein Fiasko geworden, wenn wir mit China aggressiv umgegangen wären", sagte der Belgier in einem Interview der Süddeutschen Zeitung. Das IOC war war vor den Spielen im Zuge der Tibet-Krise mit Störungen des Fackellaufs und einer Internet-Zensur in die Kritik geraten. "Wäre ich auf die Barrikaden gegangen und hätte China agitiert, hätte Peking sehr schlechte Spiele erlebt", stellte Rogge im Nachhinein fest. "Es gab Krisenmanagement." Rogge weiter: "Was uns überraschte, ist, dass der Protest von Tibetern ausging, die sonst gewaltfrei sind. Aber du änderst die Geschichte nicht, und wir haben eindeutig die blutigen Unruhen unterschätzt." Peking aber seien "großartige Spiele" gewesen.