Bruchhagen: Clubs müssen sich sozialer Verantwortung stellen
Angesichts wachsender Armut und sozialer Benachteiligung stehen die Bundesliga-Clubs aus Sicht von Eintracht Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen vor ungeahnten Herausforderungen. "Wir haben eine gesellschaftliche Verantwortung, auf die wir gar nicht eingestellt sind", sagte der Eintracht-Boss bei einem Auftritt in Frankfurt. Es gebe bereits heute viele Arbeitslose und Rentner, deren einziger Lebensinhalt Fußball sei. Laut Bruchhagen ist absehbar, dass die Gruppe dieser Menschen weiter wachse - und damit das Problem, dass sie so stark auf ihren Fußballverein fixiert sind. "Das ist ein Sachverhalt für den Profifußball, auf den wir uns erst einstellen müssen", sagte Bruchhagen. Die Clubs müssten dem Fakt stärker gerecht werden, dass Stadion und Trainingsgelände für viele Menschen der Lebensmittelpunkt seien - und zwar längst nicht mehr nur bei den Heimspielen, sondern täglich. Es brauche Konzepte, um dieser Entwicklung besser zu begegnen.