Gabriel: ''Undifferenzierte Strafen sind kontraproduktiv''
Michael Gabriel von der Koordinationsstelle Fanprojekte (KOS) hat die Vorfälle beim Spiel Hertha BSC gegen 1. FC Nürnberg verurteilt, sich zugleich aber nicht überrascht gezeigt. "Völlig unerwartet kam das nicht. Es wurde auf einer Entwicklungsleiter aber die nächste Schwelle überschritten", sagte Gabriel. "Neu war, dass es für alle sichtbar im Stadion passiert ist und mit dem Stürmen des Feldes und dem Attackieren der eigenen Spieler quasi das Heiligste im Fußball überhaupt angegriffen wurde", sagte Gabriel. Trotz der sich zuletzt wieder häufenden Vorfälle warnt die KOS aber davor, jetzt mit "undifferenzierten Strafen" zu reagieren. "Das wäre kontraproduktiv, weil man dann auch noch die anderen Gruppierungen innerhalb der Fanszene gegen sich aufbringen würde." Ein generelles Reiseverbot für Auswärtsfans oder strikte Auflagen würden besonders jene Anhänger treffen, die friedlich zu den Spielen ihrer Teams fahren würden.