Schumi: Muss mir nichts beweisen
Fallschirmspringen, Motorradrennen, mit Walen tauchen. Oder den Truck von Gattin Corinna fahren, wenn es zum Westernreiten ging. Aber trotz seines Ausstiegs aus der Formel 1 blieb Michael Schumacher immer ein Grenzgänger, der sich vor allem von Geschwindigkeit berauschen lässt. "Ich lebe. Ich will Spaß haben. Und dazu gehören verrückte Dinge", sagte er einmal. Langeweile musste sich Schumacher in den gut drei Jahren Pause nach eigenem Eingeständnis regelrecht verordnen. Die Auszeit hat er gebraucht. Schumachers Batterien waren leer, wie er immer wieder selbst sagte. Und dennoch wirkte Schumacher bis zum Unfall seines Freundes Felipe Massa ausgeglichen. Der Formel-1-Rentner ruhte in sich und hatte noch kurz vor dem Crash seines Ex-Teamkollegen in Ungarn Rückkehr-Gelüste von sich gewiesen. Die Verbundenheit zu Ferrari brachte ihn aber zurück ins Rennauto - und damit wieder richtig auf den Geschmack, auch wenn er niemandem mehr etwas beweisen muss: "Erst recht nicht mir selbst."