Huck will 'Esel' durch den Ring treiben
Erst fand der Herausforderer von Weltmeister Marco Huck kaum den Weg von Texas nach Berlin, dann musste sich Adam Richards auch noch beschimpfen lassen. "Er macht seinem Kampfnamen 'Esel' wirklich alle Ehre. Er sieht nicht nur so aus, er verhält sich auch so", tönte Huck. Der in Bielefeld lebende Cruisergewichtler muss am Samstag beweisen, ob er den Amerikaner in der Max-Schmeling-Halle wirklich durch den Ring treiben kann, um seinen WBO-Titel zu behalten. Richards tritt zwar mit der Bilanz von 23 Siegen in 25 Kämpfen an, boxt aber erstmals außerhalb der USA und hatte bei der Anreise mit Hindernissen zu kämpfen. Nach der Ankunft aus Houston verpasste der 29-Jährige in Amsterdam den Anschlussflug, war für sein Management nicht erreichbar und traf erst mit mehrstündiger Verspätung in Berlin ein, nachdem er zwischenzeitlich schon als verschollen galt. Der Außenseiter nennt sich mit einer großen Portion Selbstironie "Swamp Donkey" und erklärte das so: "Schwitzen wie im Sumpf und so zuhauen wie ein Esel ausschlägt."