US Open: Nadal weiter ohne Satzverlust, Clijsters im Halbfinale

Kim Clijsters freute sich über einen sehr glücklichen Sieg
Die Tennisfans in Flushing Meadows bei den US Open benötigten am letzten Achtelfinaltag eine Menge Sitzfleisch. Erst in den frühen Morgenstunden ging Rafael Nadal als letzter Sieger eines ereignisreichen Tages vom Platz.
Nachdem die vorangegangenen Nachmittagsspiele Überlänge hatten und auch Kim Clijsters nicht wie gewohnt im Schnelldurchgang eine Runde weiter kam, begann die Partie der beiden Freunde zwischen Nadal und Feliciano Lopez erst um 23:08 Uhr.
Mitleid für die Fans
"Ich denke, es war viel härter für die Fans, so lange hierzubleiben", meinte Nadal nach seinem verwandelten Matchball um 1:16 Uhr dennoch gelassen. Der 24-Jährige ist in Big Apple nach seinem glatten 6:3, 6:4, 6:4-Erfolg noch ohne Satzverlust und trifft in der Runde der letzten Acht auf seinen Landsmann Fernando Verdasco.
Die Nummer acht der Setzliste konnte das zweite iberische Duell des Tages gegen David Ferrer in einem Marathon-Match nach 4:22 Stunden und trotz eines 0:2-Satzrückstandes noch mit 5:7, 6:7 (10), 6:3, 6:3, 7:6 (4) für sich entscheiden.
Sogar 4:28 Stunden dauerte der Fünf-Satz-Krimi zwischen dem Schweizer Stanislas Wawrinka und Sam Querrey aus den USA, den der Eidgenosse mit 7:6 (9), 6:7 (7), 7:5, 4:6, 6:4 gewann. Damit schied bei den Herren auch der letzte US-Amerikaner aus. Wawrinka muss sich jetzt in der nächsten Runde mit Mikhail Youzhny auseinandersetzen. Der Russe setzte sich mit 7:5, 6:2, 4:6, 6:4 gegen Tommy Robredo aus Spanien durch.
Clijsters selbstkritisch
Erfolgreich, aber enttäuscht war Clijsters. Trotz ihres 19. Sieges in Serie gab Clijsters nicht nur erstmals einen Satz ab, sondern stand mehrfach mit dem Rücken zur Wand. "Ich habe mich selbst nach dem Match gefragt, wie ich es eigentlich gewonnen habe. Im nächsten Spiel muss alles viel besser werden", betonte die 27-Jährige nach ihrem 6:4, 5:7, 6:3 über die Australierin Samantha Stosur.
Im Halbfinale trifft Clijsters nun auf Venus Williams. Die US-Amerikanerin schaffte durch einen 7:6 (5), 6:4-Sieg gegen French Open-Champion Francesca Schiavone aus Italien erstmals seit 2007 wieder den Sprung in die Vorschluss-Runde.