Nadal schlägt Schüttler - Kohlschreiber im Eiltempo

Rafael Nadal zieht durch
Dass Rafael Nadal trotz seiner längeren Pause nichts verlernt hat, musste Rainer Schüttler beim ATP Masters in Indian Wells schmerzhaft feststellen Der Deutsche hatte dem Spanier letztlich nichts entgegenzusetzen und scheiterte mit 4:6, 4:6. Weiter ist dagegen Philipp Kohlschreiber - und das im Eiltempo.
Rainer Schüttler hielt zwar lange Zeit gut mit gegen Nadal, kam im ersten Satz trotz eines 1:5-Rückstandes noch einmal auf 4:5 heran, doch dann zog der Spanier wieder an und brachte den ersten Satz unter Dach und Fach. "Ich habe anfangs gut gespielt, anschließend aber mehr Probleme mit dem starken Wind bekommen. Sobald ich meine Rückhand etwas zu stark durchzog, landete der Ball im Aus", erklärte Nadal, warum es noch einmal eng wurde.
Doch im zweiten Satz hatte er sich an die Bedingungen gewöhnt. Die Angelegenheit war dann letztlich recht klar. Nadal ließ keinen einzigen Breakball zu, nahm Schüttler im siebten Spiel dessen Service ab und zog in die dritte Runde ein. Insgesamt zeigte sich Nadal mit seinem ersten Match seit seiner Aufgabe im Viertelfinale der Australian Open gegen den Briten Andy Murray jedoch zufrieden mit seiner Leistung: "Das Wichtigste ist, dass man zu gewinnen versucht und akzeptabel spielt. Das habe ich heute getan", zitiert ihn AFP.
Kohlschreiber und Djokovic weiter
Sehr akzeptabel präsentierte sich auch Philipp Kohlschreiber. Im Eiltempo beendete er nach nur 65 Minuten das Match gegen seinen Landsmann Philipp Petzschner. Am Ende hatte er den Davis Cup-Kumpel mit 6:3, 6:2 vom Platz und aus dem Turnier gefegt.
Das gleiche Schicksal wäre fast auch Novak Djokovic widerfahren. Der an Nummer zwei gesetzte Serbe hatte nach klar gewonnenem ersten Satz einen plötzlichen Durchhänger. Am Ende setzte er sich in der Neuauflage des Finales von 2008 doch noch mit 6:1, 0:6, 6:2 gegen Mardy Fish durch.
"Ich hatte einen furchtbaren Start", erklärte Djokovic auf den zweiten Satz angesprochen. Er habe die Auwirkungen der späten Spielzeit, die kühlen Temperaturen und die Auswirkungen des Jet Lags plötzlich erheblich gespürt - mit verheerenden Folgen: "Mardy spielte einige gute Punkte und ich eine Menge Unforced Errors." Doch dann gewann Djokovic wieder die Oberhand, breakte Fish zur 2:1-Führung im dritten Satz und baute schnell auf 5:2 aus. Nach Abwehr eines Breakballes machte er dann alles klar. "Ich hatte echt Glück, dass es am Ende doch noch lief", freute sich Djokovic gegenüber AFP.
Görges scheitert als letzte Deutsche
Keinen Grund zur Freude hatte dagegen Julia Görges. Die 21 Jahre alte Schleswig- Holsteinerin schied als letzte Deutsche im Frauenfeld aus. Sie unterlag der an Nummer 13 gesetzten Belgierin Yanina Wickmayer 2:6, 4:6. Dabei hatte Julia Görges im zweiten Satz nach zwei Breaks schon mit 4:1 vorn gelegen.