Davydenko steht im Halbfinale

Novak Djokovic wahrte durch seinen Sieg die letzte Chance
Titelverteidiger Novak Djokovic aus Serbien wahrt seine Chance mit dem 7:6 (7:5), 6:3 über Spaniens schwächelnden Star Rafael Nadal, der eine Woche vor dem Davis-Cup-Finale gegen Tschechien sieglos die Heimreise antrat, sich im zweiten Satz wegen Rückenbeschwerden behandeln ließ und weiter auf seinen 400. Sieg als Profi wartet.
Djokovic benötigte aber Schützenhilfe von Robin Söderling: Der schon für das Halbfinale qualifizierte Schwede traf am Abend auf Vorjahresfinalist Nikolay Davydenko und der Russe gewann mit 7:6, 4:6 und 6:3.
Viele Fehler im ersten Satz
Nadal verabschiedete sich immerhin mit einer ordentlichen Leistung aus London, gerade im ersten Durchgang machte er Djokovic das Leben schwer. Im erste Spiel schaffte der Spanier gleich ein Break, doch der Serbe holte sich direkt im zweiten Durchgang das Re-Break. Ein erneuter Aufschlagverlust von Djokovic schien eine Vorentscheidung im ersten Satz zu bringen, da Nadal danach mit 4:2 in Führung ging.
Viele Fehler kennzeichneten den ersten Durchgang, in dem Djokovic aber die Nerven behielt und sich in einen Tie-Break rettete. Dort lag der Weltranglisten-Dritte schon mit 6:2 in Führung, bevor er noch einmal zittern musste. Denn Nadal holte Punkt um Punkt auf, schlug die entscheidende Cross-Vorhand aber ins Seitenaus.
Der zweite Satz war dann eine relativ klare Angelegenheit für Djokovic, der auch von der Müdigkeit von Nadal profitierte. Zudem musste sich der Spanier im zweiten Satz am Rücken behandeln lassen.
Davydenko steht im Halbfinale
Im zweiten Match des Tages gewann Nikolay Davydenko gegen Robin Söderling mit 7:6, 4:6, 6:3. Das Match begann ausgeglichen. Der erste Satz wurde überwiegend von der Grundlinie aus bestritten, beide Kontrahenten hatten Möglichkeiten ein Break zu holen, konnten diese aber nicht verwerten, so dass der Satz in den Tie-Break ging. Im Tie-Break war es Söderling der zu viele Fehler machte und der aggressive Davydenko konnte den ersten Satz für sich entscheiden.
"Alle Tie-Breaks die ich in den letzten Monaten gespielt habe, habe ich auch gewonnen.“, so der Russe, der einen 18:5-Rerkord in Tie-Breaks in dieser Saison vorweisen kann. "Vielleicht kann ich meine Konzentration im Tie-Break noch besonders steigern. Ich bin selbst beeindruckt.“, so Davydenko.
Zwischenzeitlich gab es Hoffnung für DjokovicDen zweiten Satz konnte Söderling durch ein Break im neunten Spiel, in dem er Davydenkos Aufschlagsspiel zu null brechen konnte, letztlich gewinnen. Dadurch versetzte er Djokovic zwischenzeitlich neue Hoffnung. Die aber im letzten Satz wieder zerstört wurde.
In Satz drei spielte Davydenko Alles oder Nichts. Er steigerte sein Tennis, verlor nur einen Punkt nach eigenem Aufschlag in den ersten vier Spielen und zwang Söderling zu Fehlern. Nach einem Break, das er nun gegen Söderling zu null gewann, verwandelte er den Matchball durch einen Vorhandfehler von Söderling nach zwei Stunden und vier Minuten Spielzeit.
Nach der Partie war klar: Davydenko weiter, Djokovic raus
Nach den beiden Partien war klar, dass Davydenko und Djokovic beide 2:1 Matches gewonnen hatten, jedoch hatte Davydenko das bessere Verhältnis an gewonnen Sätzen. Davydenko gewann in den drei Runden in London 5:3 Sätze, während Djokovic nur 4:3 Sätze gewinnen konnte. Söderling führt die Tabelle mit 2:1 Matches und 5:2 gewonnenen Sätzen an.
Damit stand der Schwede als Gruppenerster fest, während der Russe Davydenko sich den letzten Platz im Halfinale sicherte. Davydenko trifft nun auf den Gewinner der Gruppe A, Roger Federer, im ersten Halbfinale, während Söderling gegen den US Open-Gewinner Juan Manuel Del Potro bestehen muss.