Andy Murray hat bei den ATP World Tour Finals in London seinen zweiten Sieg gefeiert. Ob das zum Einzug in das Halbfinale reicht, wird sich jedoch erst nach dem zweiten Spiel der Gruppe A zwischen Roger Federer und Juan Martin del Potro zeigen.
Murray musste bei dem mit 3,35 Millionen Euro dotierten Turnier drei Stunden lang kämpfen, ehe der 6:4, 6:7 (4:7), 7:6 (7:3)-Sieg gegen Fernando Verdasco feststand. Der Spanier ist nach seiner dritten Niederlage definitiv ausgeschieden. Murray und Verdasco lieferten sich von Beginn an ein enges Match, in dem es insgesamt nur ein einziges Break gab. Im ersten Satz nahm Murray beim Stand von 5:4 seinem Rivalen das Aufschlagspiel ab und sicherte sich damit den Satzgewinn.
Dabei hatte der Schotte gerade im ersten Durchgang große Probleme mit dem eigenen Service. Gerade 47 Prozent seiner ersten Aufschläge landeten im Feld. Verdasco konnte daraus jedoch kein Kapital schlagen.
Der erste Matchball sitzt
Der Brite hatte im Verlauf der Partie allerdings wesentlich mehr Chancen als sein Gegenüber. Immerhin 13 Breakmöglichkeiten erarbeitete er sich, während Verdasco gerade mal einen einzigen Breakball hatte. Vor allem im zweiten Satz musste sich Murray ärgern. Sieben Breakchancen ließ er aus und dann schenkte er Verdasco im Tiebreak ausgerechnet mit einem Doppelfehler den Satzgewinn. Das war besonders bitter, da Murray mit einem Zweisatzsieg die Halbfinalteilnahme bereits sicher gehabt hätte.
Weniger verschwenderisch war er dann im Umgang mit den Matchbällen. Nach drei Stunden verwandelte er gleich den ersten von dreien zum 7:6 im dritten Satz.
Nun wird er gebannt den Ausgang der Partie zwischen Federer und del Potro verfolgen. Sollte der Schweizer gewinnen, würden Federer und Murray ins Halbfinale einziehen. Verliert Federer in zwei Sätzen, dann wäre die Nummer eins der Welt ausgeschieden. Verliert Federer in drei Sätzen, dann hätten alle drei Spieler 2:1-Siege und 5:4-Sätze auf dem Konto und es müssten die Spielgewinne ausgezählt werden.
Das war die Woche von Nikolay Davydenko. Erst beendete der Russe im 13. Anlauf die schwarze Serie gegen Roger Federer, dann krönte er seine großartigen Leistungen bei den ATP World Tour Finals mit einem Finalsieg.