Der Mann für die Rekorde im Tennis hat erneut zugeschlagen. Zum fünften Mal in seiner Karriere wird Roger Federer nach einem Sieg über Andy Murray die noch laufende Saison als Nummer eins der Welt abschließen. Zum Rekord von Pete Sampras fehlt nur noch ein Jahr.
Auch die These "They never come back" trifft auf den 28-Jährigen nicht zu. Als einziger Spieler neben Ivan Lendl (1989) hat er es nun geschafft, wieder auf den Tennis-Thron zurückzukehren. 2008 stand Rafael Nadal ganz oben.
In London bei den World Tour Finals gewann Federer gegen den Schotten auch sein zweites Gruppenspiel nach knapp zwei Stunden Spielzeit mit 3:6, 6:3, 6:1. Im letzten Spiel der Vorrunde steigt jetzt die Neuauflage des diesjährigen US-Open-Finals gegen Juan Martin del Potro. Der Argentinier konnte sein zweites Match in der englischen Hauptstadt gegen Fernando Verdasco mit 6:4, 3:6, 7:6 gewinnen.
Starker Service, starke Vorhand
Wie bei seinem ersten Match gegen Verdasco fand Federer nur schwer ins Spiel. Der Schweizer nahm den Publikumsliebling in der O2-Arena zwar gleich das erste Aufschlagsspiel ab, kassierte aber postwendend ein Rebreak.
Es dauerte bis zum zweiten Durchgang ehe Federer gegen den ambitionierten Murray seinen Rhythmus fand. Danach überzeugte er mit starken und variablen Aufschlägen und mit seiner Vorhand machte der Eidgenosse viele wichtige Punkte.
Große Erleichterung
Der dritte Satz war dann fast eine Demonstration seines Aufwärtstrends an der Londoner Themse. In nur 31 Minute fertigte er Murray im finalen Durchgang mit 6:1 ab. Für Federer war es vierte Erfolg im zehnten Duell gegen seinen "Angstgegner" Murray.
"Das ich wieder die Nummer eins bin, bedeutet sehr viel für mich. Denn es war ein sehr aufregendes Jahr für mich. Auf dem Court und neben dem Court", sagte ein glücklicher Federer, dem die Halbfinal-Teilnahme kaum noch zu nehmen ist.
Das war die Woche von Nikolay Davydenko. Erst beendete der Russe im 13. Anlauf die schwarze Serie gegen Roger Federer, dann krönte er seine großartigen Leistungen bei den ATP World Tour Finals mit einem Finalsieg.