Beim Barclays ATP World Tour Final in London ist der Vorhang endlich gefallen und Andy Murray, der sich zuvor als Losfee betätigt hatte, schlug Juan Martin del Potro aus Argentinien in drei Sätzen mit 6:3, 3:6, 6:2. Der Brite erwischte damit auf seiner Insel einen Auftakt nach Maß in der Gruppe A.
Der Sieg des Schotten war auch überlebenswichtig, denn er hatte sich dazu noch Fernando Verdasco aus Spanien und den Schweizer Roger Federer in seine Gruppe gelost. Beim Saisonfinale der besten acht Tennisprofis treffen in Staffel B der serbische Titelverteidiger Novak Djokovic, der Spanier Rafael Nadal, der russische Vorjahresfinalist Nikolay Davydenko und French-Open-Finalist Robin Söderling aufeinander.
Murray mit besserem Start
Für beide Spieler war es der zweite Auftritt hintereinander bei den World Tour Finals, und zumindest bei Murray war keinerlei Nervosität zu spüren. Er holte sich direkt zwei Breaks und führte schnell mit 5:0 - hatte dabei sogar zwei Satzbälle zum glatten 6:0. Del Potro wachte nun endlich auf und gewann die nächsten drei Spiele, bevor Murray den Sack endgültig zumachen konnte.
Nun wendete sich das Blatt und del Potro war auf einmal am Drücker - er holte sich den Aufschlag von Murray zum 2:0. Der Knackpunkt dann im sechsten Spiel, nachdem der Brite sich das Break zum 2:3 gesichert hatte und bei eigenem Aufschlag das Re-Break hinnehmen musste. Von diesem Rückschlag erholte sich die Nummer vier der Welt nicht mehr und so musste der dritte Durchgang entscheiden.
Und dort hatte Del Potro seinem Gegenüber nicht mehr viel entgegen zu setzen. Nach einer schnellen 3:0-Führung teilten sich beide Spieler die restlichen Durchgänge, bis Murray im achten Spiel noch ein Break nachlegte und somit seinen Auftakt in dieses Turnier mit einem Erfolg beschließen konnte. Der nächste Gegner des Briten ist Roger Federer, Juan Martin del Potro muss sich mit Fernando Verdasco messen.
Das war die Woche von Nikolay Davydenko. Erst beendete der Russe im 13. Anlauf die schwarze Serie gegen Roger Federer, dann krönte er seine großartigen Leistungen bei den ATP World Tour Finals mit einem Finalsieg.