10.01.2008
Tommy Haas sagt Australian Open ab

Haas muss verletzt absagen
Was sich bereits seit einigen Tagen angedeutet hatte, ist nun bittere Gewissheit. Tommy Haas hat seinen Start bei den Australian Open absagen müssen. Schulterprobleme führten zum Verzicht des Vorjahres-Halbfinalisten.
Haas hatte sich nach der vergangenen Saison zum dritten Mal einem Eingriff an der rechten Schulter unterziehen müssen. Der 29-Jährige hatte zuletzt schon für das Einladungsturnier in Melbournes Stadtteil Kooyong absagen müssen, dabei aber noch betont, er wolle alles für einen Start bei den Australian Open tun.
"Ich werde alles dafür tun, so schnell wie möglich auf die Tour zurückzukehren", erklärte Haas. "Ich bin körperlich fit, aber die Nachwehen des Eingriffs an der Schulter sind noch nicht ganz überwunden", stellte der 29 Jahre alte Tennis-Profi fest.
Er sei zwar topfit und könne leichte Bälle schlagen, aber noch keine Matches spielen, hieß es. Die Absage war daher nur logisch. "Das ist das Vernünftigste. Es ist sinnvoll, sich die Zeit zu nehmen. Es ist wichtig, dass er wieder topfit wird", sagte Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen. "Aber es ist trotzdem bitter für ihn. In Australien hat er in der Vergangenheit die besten Ergebnisse erzielt." Immerhin dreimal - 1999, 2002 und 2007 - stand Haas am anderen Ende der Welt im Halbfinale.
Einziger gesetzter deutscher Spieler ist Philipp Kohlschreiber, der an Nummer 29 eingestuft ist. An der Spitze der Setzlisten stehen Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz und Belgiens Weltranglisten-Erste Justine Henin.
Kohlschreiber gewinnt deutsches Duell
Unterdessen hat Kohlschreiber seine Erfolgsserie beim Turnier von Auckland fortgesetzt. Der Bamberger setzte sich im Teamduell gegen Florian Mayer mit 6:3 und 6:4 durch und trifft nun im Halbfinale auf Juan Monaco, der Michael Llodra mit 4:6 7:6 und 7:6 nach zuvor sieben Siegen in Folge die erste Niederlage des Jahres beibrachte.
Ebenfalls im Semifinale steht der Spanier Juan Carlos Ferrero, der sich mit 4:6 6:3 und 6:4 gegen den Chilenen Nicolas Massu durchsetzen konnte.