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Selby siegt und trifft auf Dott
Selby siegt und trifft auf Dott
Ricky Walden verlor gegen Mark Selby

Mark Selby hat seine Erstrunden-Niederlage aus dem letzten Jahr gegen Mark King gut verarbeitet und steht nach einem ungefährdeten 10:6 gegen Ricky Walden im Achtelfinale der Snooker-Weltmeisterschaft. Selby ließ sich von einem aggressiv spielenden Walden nicht beeindrucken und trifft nun auf Graeme Dott.

"Wenn du die erste Runde spielen musst, raus gehst und danach wieder nach Hause fahren kannst, tut das weh. Man muss sich vor den Fernseher setzen und sich die Spiele ansehen. Auch das ist kein schönes Gefühl. Im letzten Jahr war es wirklich hart", so Selby zu seiner Auftaktniederlage 2008. Doch diese Jahr machte er es besser.

Selby und die Tempowechsel

Nachdem der Finalist von 2007 die erste Session dominiert und sich eine 6:3-Führung herausgespielt hatte, zeigte er auch in Session Nummer zwei keinerlei Schwächen. Mit einer 127 baute er die Führung auf 7:3 aus und sah sich einem Gegner gegenüber, der nun vermehrt auf Risiko setzte, mit sich und seinem Spiel aber unzufrieden war.

Zwar holte sich Walden die nächsten beiden Frames und spielte Breaks von 100 und 90, doch Selby hatte die Risikoschraube ebenfalls angezogen und versuchte, mit der Führung im Rücken, das Spiel schnell zu beenden. Doch wer Mark Selby und sein Spiel kennt, weiß, dass er seinen Gegner auch mit quälend langen Safetie-Spielen zum Wahnsinn treiben kann. In der Folgezeit - nach dem 7:5 - spielte er dieses Spielchen auch mit seinem Gegner, der zunehmend verzweifelte, die Fassung verlor und sich eben die Fehler leistete, die im Snooker zum schnellen Aus führen können.

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Mit drei Century-Breaks in der zweiten Session ließ er Walden am Ende keine Chance und zog durch ein 10:6 ins Achtelfinale ein, wo er auf Graeme Dott trifft. "Ich bin natürlich enttäuscht, denn ich habe einige gute Chancen vergeben. Ich habe sicherlich vier oder fünf einfache Bälle vergeben und das reicht", so Walden.

Gould kämpft und verliert

Mark Allen hat sich derweil seine 7:2-Führung gegen Martin Gould nicht mehr nehmen lassen, musste aber in der zweiten Session mehr kämpfen, als ihm lieb war. Gould hatte die Nervosität abgelegt und spielte, als ob er nicht viel zu verlieren hätte - was er auch nicht hatte. Mit Breaks von 87, 90 und 74 kam er auf zwei Frames heran, bevor der Favorit wieder auf 9:6 davonzog. In Frame 16 fiel dann die Entscheidung, al Allen eine 88 spielte, in die nächste Runde einzog und seinen Platz unter den Top-16 sicherte.

Klar und deutlich verlor indes das Duell zwischen Marco Fu und Joe Swail. Etwas, was man nach der ersten Session - in der Fu mit 5:4 in Führung gegangen war - nicht erwartet hatte. Doch der in Hongkong geborene Profi begann mit einer starken 122 und verwies seinen Kontrahenten auf den Sessel, auf dem er auch über eine halbe Stunde zubringen musste, bevor er mal wieder eine Kugel zu Gesicht bekam.

Doch der Nordire hatte seine Konstanz verloren, machte viele Fehler und spielte ohne Selbstvertrauen, ob der starken Leistung von Fu. Der legte dann auch noch zwei Centurys nach (111 und 124) und erlaubte Swail keinen einzigen Framegewinn mehr. Mit 10:4 hat Fu ein Ausrufezeichen gesetzt.

Chinesisches Duell

Interessant wird die Begegnung zwischen Ding Junhui und Liang Wenbo. Die beiden Chinesen sind sich auf der Main-Tour bisher noch nicht begegnet und kämpfen vor hunderten von Millionen Zuschauern in der Heimat um die Vormachtstellung in China. Liang Wenbo, der bei der letzten WM mit erfrischendem Snooker auf sich aufmerksam gemacht hatte und letztendlich gegen Ronnie O'Sullivan verlor, hatte sein Spiel umgestellt und vermeidet nun ein zu hohes Risiko bei seinen Stößen.

Ding Junhui hingegen hat in dieser Saison noch kein Bein auf den Boden gebracht und scheint an der Ereartungshaltung, die an ihn gestellt wird, ein wenig zu zerbrechen. Seine Unbekümmertheit ist dahin. Trotzdem geht er mit einem 5:4 in die zweite Session. Centurys sind im Duell der beiden Kontrahenten nicht gefallen, Ding spielte Breaks von 71 und 63, Liang Wenbo kam auf 95 und 90 Punkte.

Gunnar Beuth

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