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Doping: Sieben Leichtathletinnen gesperrt
Doping: Sieben Leichtathletinnen gesperrt
Tatyana Tomashova

Gleich sieben russische Weltklasse-Leichtathletinnen waren vor den Olympischen Spielen den Dopingfahndern ins Netz gegangen. Sie alle wurden jetzt vom nationalen Verband für zwei Jahre gesperrt. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti. 

Unter den Sündern sind die zweifache Weltmeisterin über 1500 Meter, Tatyana Tomashova, und Elena Soboleva, Hallen-Weltmeisterin über die gleiche Distanz. Streit gibt es noch darum, wann die Sperre gilt.

Wenige Tage vor Eröffnung der Spiele in Peking hatte der Leichtathletik-Weltverband IAAF die sieben Sportlerinnen wegen des Verdachts der Manipulation von Urin-Proben bei Doping-Kontrollen suspendiert. Dieser Verstoß gegen Regel 32.2 des Weltverbandes wird wie ein Doping-Vergehen gewertet. 

Neben Soboleva und Tomashova betraf dies Olga Yegorova, die Ex-Weltmeisterin über 5000 m, Hallen-Vizeweltmeisterin Julia Fomenko (1500 m), Langstreckenläuferin Svetlana Cherkasova sowie die Diskus-Europameisterin Darya Pishchalnikova und die EM-Dritte im Hammerwerfen, Gulfiya Chanafeeva.

Streit um Beginn der Sperre

Die Untersuchungen hatten sich über eineinhalb Jahre hingezogen. Die Proben stammten vom April und Mai 2007, deshalb geht der russische Verband davon aus, dass die Sportlerinnen bei den Weltmeisterschaften im August 2009 in Berlin wieder starten können. 

Die IAAF hingegen will sie vom Zeitpunkt der Suspendierung an im Juli dieses Jahres für zwei Jahre aus dem Verkehr ziehen, wie ein Sprecher des Weltverbandes betonte. Die Entscheidung darüber soll der Internationale Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne fällen.

Die IAAF war den russischen Athletinnen nach eigenen Angaben durch einen zusätzlichen DNA-Test auf die Spur gekommen, sie sollen fremden Urin als ihren eigenen ausgegeben haben. Helmut Digel (Tübingen), Council-Mitglied der IAAF, hatte dies als "Meilenstein im Anti- Doping-Kampf" bezeichnet.

Yegorova schon einmal erwischt

Yegorova war bereits einmal ins Netz der Doping-Fahnder geraten, aber entkommen: Bei einem Doping-Test beim Golden-League-Meeting im Juli 2001 wurde das Blutdopingmittel Erythropoetin (EPO) in der A-Probe nachgewiesen. ´

Eine zunächst verhängte zweijährige Sperre wurde ausgesetzt, weil der Test aus formalen Gründen nicht gewertet werden konnte. Einen Monat später trat Yegorova bei der WM 2001 in Edmonton an und gewann den Titel über 5000 m. Am 31. August 2001 stellte sie in Berlin mit 14:29,32 Minuten einen Weltrekord über diese Distanz auf.

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