BMW Oracle deklassiert Alinghi

BMW Oracle hat die Alinghi abgehängt
Nach endlosen juristischen Scharmützeln und tagelangem Warten auf den richtigen Wind wurde beim America's Cup vor Valencia endlich das erste Mal gesegelt. Für den Titelverteidiger Alinghi endete der erste Schlagabtausch auf dem Wasser mit einem Debakel.
Herausforderer BMW Oracle Racing gewann das erste Duell. Der Trimaran aus den USA kreuzte die Ziellinie nach fast dreistündiger Renndauer 15 Minuten 28 Sekunden vor den Schweizern. Zunächst hatte die Wettkampfleitung den Rückstand mit 10 Minuten und 5 Sekunden angegeben.
Oracle braucht zum ersten Cup-Triumph eines amerikanischen Teams seit 1992 nur noch einen Sieg. "Es ist mein erster Tag in einem America's-Cup-Finale", sagte Eigner Larry Ellison, "es ist ein schöner Tag".
Strafkringel vor dem Start
Die zuvor zweimal abgesagte erste Begegnung zwischen dem Katamaran Alinghi 5 und dem Trimaran USA mit dem kraftvollen Kohlefaserflügel hatte bei schwacher Brise um drei Windstärken spektakulär begonnen. Nach einer Vorfahrtsverletzung hatten die Schweizer bereits vor dem Start einen Strafkringel kassiert. Als der Startschuss fiel, patzten die Amerikaner zunächst, konnten keine Fahrt aufnehmen und gingen mit mehr als 600 Metern Rückstand ins Rennen.
Die Crew um USA-Skipper James Spithill konnte den Rückstand aber schnell aufholen, ging in Führung und baute diese bis ins Ziel konsequent aus. Der Katamaran der Eidgenossen mit Steuermann Ernesto Bertarelli konnte da nicht mithalten. Die Schweizer absolvierten ihren Strafkringel kurz vor dem Ziel.
Die zweite Wettfahrt ist für den 14. Februar angesetzt. Nur wenn Alinghi dann zum 1:1 ausgleichen kann, wird ein drittes Match ausgetragen. Alinghis Skipper Brad Butterworth sagte: "Solange wir noch ein Leben haben, haben wir auch eine Chance."