Ist die Alinghi made in Switzerland?

Wurde die Alinghi vollständig in der Schweiz gebaut?
Wurden die Bauteile der Alinghi in der Schweiz entwickelt und produziert? Für das Regelwerk des America's Cup ist das keine unwichtige Frage. Denn es droht ein Streit ohne Ende. Herausforderer BMW Oracle Racing hat ein weiteres Kapitel aufgeschlagen, um die Austragung des Wettbewerbs in Frage zu stellen.
Auch vor Weihnachten ruht der Segel-Streit im America's Cup nicht. Statt Festtagsgrüßen hat Titelverteidiger Alinghi unangenehme Post von Herausforderer BMW Oracle Racing erhalten. Die Amerikaner stellen die Legalität des Alinghi-Katamarans infrage, mit dem die Schweizer ab 8. Februar vor Valencia in das 33. Cup-Duell starten wollen.
Made in Swiss?
Bei der jüngsten Attacke im schon zweieinhalb Jahre währenden Gerichtsstreit geht es um die Bauvorschriften für die Jachten. Diese sind in der Stiftungsurkunde, dem Grundregelwerk des America's Cup, fixiert. "Wir halten die Stiftungsurkunde für klar und eindeutig. Sie verlangt, dass die Jacht inklusive Rumpf, Mast und Segel in dem Land konstruiert wird, das sie repräsentiert", schrieb Marcus Young, Kommodore von BMW Oracle Racings Trägerverein, dem Golden Gate Yacht Club.
Die Amerikaner verlangen Beweise, dass alle Teile der "Alinghi 5" in der Schweiz entworfen und gebaut wurden, also "Swiss made" sind. Sie behaupten, dass Alinghis Segel in den USA gefertigt wurden und kündigten an, ihre Bedenken der internationalen Jury vorzutragen.
Schweizer Humor
Team Alinghi reagierte mit Humor und schrieb zurück: "Die Société Nautique de Genève und Alinghi danken dem Golden Gate Yacht Club und BMW Oracle für ihr Weihnachtsgeschenk und ihren Wunsch nach weiteren Rechtsstreitigkeiten im neuen Jahr."
Alinghis Design-Koordinator Grant Simmer sagte: "Wir befürchten, dass dies ein Versuch von BMW Oracle ist, dem Rennen gegen Alinghi am 8. Februar aus dem Weg zu gehen. Die Anschuldigungen sind schlicht und einfach falsch."