Auf der letzten Etappe der Fernfahrt Tirreno-Adriatico bahnt sich ein packendes Duell um den Gesamtsieg zwischen Michele Scarponi (Androni Giocattoli) und Stefano Garzelli (Acqua Sapone) an. Titelverteidiger Scarponi rettete auf der sechsten Etappe einen Vorsprung von zwei Sekunden auf seinen Verfolger ins Ziel.
Allerdings wird es für Garzelli ganz schwer, auf der abschließenden Flachetappe noch an dem Spitzenreiter vorbeizuziehen. Das sechste Teilstück über 134 Kilometer von Montecosaro nach Macerata entschied Mikhail Ignatiev für sich. Der Russe vom Team Katusha kam als einziger einer ursprünglich zwölf Fahrer starken Ausreißergruppe durch. Im Ziel hatte er fünf Sekunden Vorsprung auf Garzelli und den drittplatzierten Cadel Evans (BMC Racing). Der Australier belegt auch in der Gesamtwertung Rang drei mit einem Rückstand von zwölf Sekunden.
Die Entscheidung auf der schweren Etappe fiel auf den drei jeweils 19 Kilometer langen Schlussrunden rund um den Zielort Macerata. Einige Kletterpartien luden dabei zu Attacken ein, vor allem der giftige und bis 18 Prozent steile Schlussanstieg.
Die Spitzengruppe, die sich kurz nach dem Start gebildet hatte, fiel durch zahlreiche Angriffe immer wieder auseinander, bis Ignatiev kurz vor dem letzten Anstieg die Entscheidung erzwang. Die Verfolger ließen sich ebenfalls lange Zeit und machten erst auf den letzten Kilometern ernst. Bei dem packenden Kampf um die Gesamtführung rettete sich Scarponi schließlich als Sechster gerade noch rechtzeitig ins Ziel.
Am Vortag trat Jan Ullrich für seinen neuen Sponsor Alpecin auf, nun gibt es in der Fuentes-Affäre Gewissheit: Der CAS sperrte Ullrich wegen Blutdopings nachträglich für zwei Jahre, zudem annullierte das Gericht alle Ergebnisse Ullrichs seit dem 1. Mai 2005 - darunter Rang drei bei der Tour de France 2005.