Alberto Contador führt Paris-Nizza an

Alberto Contador ließ die Konkurrenz hinter sich
Radprofi Jens Voigt hat sein Gelbes Trikot bei der 68. Fernfahrt Paris-Nizza an den zweifachen Tour-de-France-Gewinner Alberto Contador verloren. Der 27-jährige Topfavorit aus Spanien nutzte die Königsetappe über 174 Kilometer nach Mende für die Wachablösung.
In der drei Kilometer langen Schlusssteigung schlug Contador, der gestürzt war, 1650 Meter vor dem Ziel zu. Der Paris-Nizza-Sieger von 2007 holte sich den Tagessieg und das Trikot. Contador verwies seinen umstrittenen Landsmann Alejandro Valverde mit zehn Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz, Voigt verlor 44 Sekunden.
Voigt, der zuletzt 2005 das Gelbe Trikot bei der Fahrt zur Sonne getragen hatte, wie die Fernfahrt auch genannt wird, hatte am Vortag seine Absicht auf den 13. Tour-Start bekräftigt.
Heinrich Haussler gibt auf
Im Vorjahr war er nach dem Horror-Sturz am 21. Juli ausgeschieden: "Das soll nicht mein letztes Tour-Kapitel gewesen sein. Ich war seit 1998 dabei und hoffe, dass ich wieder nominiert werde. Ich will meinen Abschied auf den Champs Elyseés feiern", sagte der in Berlin lebende Mecklenburger an die Adresse seines Teamchefs Bjarne Riis.
Heinrich Haussler, der zusammen mit Contador gestürzt war, gab das Rennen auf. Der in Freiburg lebende Australien-Deutsche klagte über Knie-Probleme, so dass sein großes Ziel, der Sieg beim ersten Frühjahrs-Klassiker Mailand-San Remo am 20. März, wohl in weite Ferne rücken dürfte.
Gerdemann bleibt vorn
Besser lief es für Linus Gerdemann bei Tirreno-Adriatico. Beim Tagessieg des belgischen Meisters Tom Boonen reichte dem Kapitän des Milram-Teams ein Platz im Hauptfeld, um nach einem Massensprint erneut das blaue Trikot des Gesamtführenden überzustreifen. Hinter Boonen erreichten auf der zweiten Etappe der Rostocker Paul Martens und der Italiener Daniele Bennati nach 165 Kilometern das Ziel in Montecatini Terme.