Henderson gewinnt Etappe - Contador stürzt

Tony Martin: mit dem Prolog nicht zurecht gekommen
Turbulent endete die erste Etappe der Fernfahrt Paris - Nizza. Am Teufelslappen hatte sich Tony Martin vom Team Columbia abgesetzt, doch am Ende langte es nicht: Das Feld holte ihn ein, Gregory Henderson vom Sky-Team sicherte sich den Sieg vor Grega Bole (Lampre), Martin wurde Neunter.
Der zweifache Cross-Weltmeister Lars Boom aus den Niederlanden, der zum Auftakt überraschend den Prolog mit drei Sekunden Vorsprung vor Jens Voigt gewonnen hatte, verteidigte sein Gelbes Trikot.
Er liegt jetzt fünf Sekunden vor Voigt. Topfavorit Alberto Contador stürzte 3,5 Kilometer vor dem Ziel und verlor Zeit. Der Astana-Fahrer schien den Zwischenfall aber unverletzt überstanden zu haben.
Fast die Scharte ausgewetzt
"Ich bin einfach mit dem Prolog nicht zurecht gekommen. Mein Knie hat mir keine Probleme gemacht", hatte Martin vor dem Start der ersten Etappe erklärt. Der Zeitfahr-Spezialist, der wegen einer Sehnen-Erkrankung sein Vorbereitungsprogramm drosseln musste, landete am Vortag nur auf Rang 65 und hätte diese Scharte durch einen Tageserfolg fast ausgewetzt.
Hinter den Kulissen gibt es bei der 68. Auflage Paris-Nizza wieder Ärger um die Zuständigkeiten bei den Doping-Kontrollen. Der Weltverband UCI führt bei den Kontrollen Regie. Aber die nationale Anti-Doping-Agentur AFLD hatte sich ausbedungen, eigene Doping- Nachforschungen zu betreiben und gegebenenfalls die französische Polizei einzuschalten. In Frankreich herrscht ein strenges Anti-Doping-Gesetz.