Armstrong feiert Europadebüt bei Murcia-Rundfahrt

Lance Armstrong will sich auf das Zeitfahren konzentrieren
Lance Armstrong und eine Fehde zwischen Spanien und Italien bestimmten den Auftakt der Murcia-Rundfahrt. Der Amerikaner begnügte sich auf der ersten Etappe mit einem Platz im Hauptfeld.
Den Massensprint nach 166,6 Kilometern in San Pedro del Pinatar gewann der Südafrikaner Robert Hunter, Milram-Profi Roger Kluge aus Cottbus wurde Vierter. In Spanien feierte Armstrong sein diesjähriges Europadebüt, nachdem er in Australien im Januar seine Saison begonnen hatte.
Fokus auf den Kampf gegen die Uhr
Sein RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel hält ihn für stärker als zur vergleichbaren Zeit im Vorjahr, als Armstrong nach dreieinhalb Jahren in den Radsport zurückgekehrt war. Der 38-Jährige legt besonderen Wert auf das 22 Kilometer lange Zeitfahren am Samstag. "Ich habe versucht an meiner Position beim Zeitfahren zu arbeiten. Im vergangenen Jahr habe ich nicht speziell das Zeitfahren trainiert - das war ein Fehler", sagte Armstrong vor dem Start der ersten Etappe.
Bei seinem Versuch, die Tour im Juli 2009 zum achten Mal zu gewinnen, war er an Alberto Contador überraschend auch im Kampf gegen die Uhr gescheitert und hatte so dem Spanier den Weg zum Gesamtsieg geebnet.
Absurder Streit zwischen Italien und Spanien
Dem spanischen Veranstalter wurde vorgehalten, keine Italiener zur Murcia-Rundfahrt zugelassen zu haben. Der Grund soll "Vergeltung" für die Dopingsperre des populären Spaniers Alejandro Valverde in Italien sein. Der Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI, Pat McQuaid, sprach nach Presseberichten von einer "Schande" und forderte von den Verantwortlichen eine Entschuldigung.
Der Veranstalter Francisco Guzmán hatte vor einem Monat gesagt, statt zweitklassige italienische Teams einzuladen, wolle er lieber den Spaniern eine Chance geben. Er verwies dabei auf die Dopingsperre seines spanischen Landsmanns durch das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI).
Die Sperre für Valverde, dem eine Verwicklung in den Skandal um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes zur Last gelegt wird, ist international vorerst nicht anerkannt und gilt nur für Italien. Ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshof CAS steht noch aus.