Greipel hofft auf Cavendish-Abgang

Andre Greipel wäre gerne die Nummer eins bei Columbia
Bei der Tour Down Under hatte Andre Greipel drei Etappen und die Gesamtwertung gewonnen, dennoch ist er in der Hierarchie der Sprinter bei seinem Team HTC-Columbia nur die Nummer zwei hinter Mark Cavendish.
Die Lösung des Problems ist für Greipel denkbar einfach. Er hofft auf einen Wechsel seines Rivalen zum neuen britischen Rennstall Sky. "Das wäre die günstigste Lösung für alle", sagte der gebürtige Rostocker.
In diesem Fall könnte er sich auch gut vorstellen, seinen Ende 2010 auslaufenden Vertrag mit Columbia zu verlängern. "Ich würde sehr gerne dortbleiben." Dann wäre auch sein Wunsch erfüllt, den Columbia-Zug bei allen Massenankünften anzuführen: "Klar würde ich mich sehr gerne als Sprinter Nummer 1 im Team Columbia sehen."
Tour gemeinsam mit Cavendish?
Soweit ist es allerdings noch nicht und so hofft der Weltranglistenerste, dass er in diesem Jahr an der Seite von Cavendish zu seinem Debüt bei der Tour de France kommt. Bei der Frankreich-Rundfahrt war Cavendish im letzten Jahr mit sechs Etappensiegen der dominierende Sprinter.
"Es ist im Gespräch, dass wir dort zusammen an den Start gehen werden. Wie das dann ausgeht, werden wir sehen", sagte Greipel. Derzeit trainiert der in Hürth lebende Familienvater in Köln, ehe er Anfang Februar an einigen Rennen auf Mallorca teilnehmen wird. Als nächsten Höhepunkt peilt Greipel das Etappenrennen Paris - Nizza (7. bis 14. März) an, bei dem er die Jagd nach Saisonsiegen - im Vorjahr feierte er insgesamt 20 - fortsetzen will.
"Ich will einfach weiter sturzfrei durch die Saison kommen, dann wird sich der eine oder andere Erfolg einstellen", sagte der Topsprinter. Am liebsten würde er im Juli bei der Frankreich-Rundfahrt ("Das fehlt mir in meiner Sammlung") jubeln: "Als Fahrer kann man dort seinen Marktwert machen. Das ist das nächste erklärte Ziel", betonte der 27-Jährige.