Kramer trennt sich von Trainer Kemkers

Sven Kramer und Gerard Kemkers organisieren die Zusammenarbeit neu
Es war eine der Geschichten der Olympischen Spiele in Vancouver. Der haushohe Favorit über 10.000 Meter, Sven Kramer, wurde von seinem Trainer Gerard Kemkers beim Bahnwechsel falsch eingewiesen und später disqualifiziert. Trotz klarer Bestzeit war die Goldmedaille verloren.
Nun wurde bekannt, dass der Coach Kramer in der kommenden Saison nicht mehr betreuen wird. Bei der Mehrkampf-Weltmeisterschaft der Eisschnellläufer im heimischen Heerenveen gibt der 42 Jahre alte Sportlehrer Ende März auf der Wechselgeraden seinem Schützling zum letzten Mal die Rundenzeiten an.
Nach dem geplatzten Traum von der zweiten Goldmedaille in Vancouver waren die Emotionen zunächst hochgekocht. Kemkers hatte Kramer nach 6600 Metern in die falsche Kurve gewiesen und damit die Disqualifikation heraufbeschworen.
Team wird neu organisiert
Kramer hatte dies zunächst gar nicht registriert und erst nach dem Zieleinlauf die Situation begriffen. Wutentbrannt warf er mit der Brille nach seinem Trainer. Später ließ er markige Worte folgen. Dennoch schienen sich die Wogen wieder zu glätten und so hieß es, dass man sich unter Männern ausgesprochen habe und die Zusammenarbeit fortgesetzt werden solle.
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Dies wird nun offenbar auch passieren, allerdings wird Kemkers dabei eine neue Rolle zugewiesen. Nach Informationen der Tageszeitung Algemeen Dagblad wird das Eisschnelllauf-Privatteam TVM vollständig umgebaut. Kramer wünscht sich nach dem Rücktritt einiger fester Trainingspartner neue Sparringspartner und einen anderen Trainer. Kemkers soll aus der Alltagsarbeit zurückgezogen werden und TVM-Sportdirektor werden.
"Wir müssen überlegen, wie es weitergeht und ob sich langfristig mit Blick auf Sotschi 2014 nicht etwas in unserer Zusammenarbeit ändern muss", hatte der zwölfmalige Weltmeister Kramer zum Abschluss der Olympischen Winterspiele in Vancouver erklärt.