Auge um Auge mit Anni Friesinger-Postma

Anne Friesinger-Postma zeigte schon immer gern, was sie zu bieten hat
Fünf Tage vor Olympiastart ist das das deutsche Team doch noch in die Schlagzeilen geraten. Erst brach Anni Friesinger-Postma einen Zoff mit dem Team-Arzt vom Zaun, dann legte sie mit sexy Fotos nach.
Im limitierten Bildband "Auge und Auge" ist die 33-Jährige mit erotischen Aufnahmen im weißen Hochzeitskleid in einem Tiroler Bergsee oder leicht bekleidet in einem Gebirgstunnel zu sehen.
Die Kritik war typisch Friesinger: Wenn ihr etwas auf der Seele brennt, nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Zu dem umstrittenen Thema, bei dem ihr aus dem Athleten-Lager Unverständnis entgegen schlug, will sie nichts mehr sagen und sich nun voll auf Olympia konzentrieren.
Gold ist trotzdem möglich
Dies scheint nötig, denn die Ziele sind hochgesteckt, die Gold-Mission aber nach der bisherigen Seuchensaison ins Stocken geraten. Dem Innenbandriss im Knöchel folgten massive Probleme mit dem 2008 operierten Knie und schließlich ereilte sie auch noch die Schweinegrippe. "Es gab Momente, da wollte ich alles hinschmeißen", gibt sie heute zu.
Obwohl Testzeiten in Erfurt noch nicht den ganz großen Durchbruch verhießen, hat Friesinger ihren Traum vom dritten Olympia-Gold nicht aufgegeben. "Eine Medaille ist das Soll, und ich hoffe weiter ganz frech auf die Goldene. Ich habe das Talent und den entsprechenden Dickkopf - ich werde es schaffen", erklärte sie.
Jenny Wolf ist genervt
Obwohl sie ihrer gesperrten Erzrivalin Pechstein im olympischen Dorf und auf der Eisbahn nicht begegnen kann, hat ihr Manager Klaus Kärcher für sie außerhalb des Dorfes ein Appartement angemietet. "Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, habe ich so einen Fluchtort. Ich bin nicht der Typ, der den ganzen Tag nur Sport, Sport, Sport im Kopf haben will. Ich muss auch raus, will was erleben", sagte sie in einem Interview der Welt am Sonntag.
Die Fragen nach Pechsteins Sperre und der "Arzt-Affäre" um Friesinger kann Jenny Wolf indes nicht mehr hören. "Wir sind da ja abgehärtet. Jedenfalls ist das nicht mein Problem", sagte die größte deutsche Gold-Hoffnung nach der ersten Trainingseinheit auf dem Olympic Oval. Wie in den Vorjahren lassen sie die Scharmützel der Eis-Diven kalt. Sie sei es gewöhnt, "dass vor Großereignissen immer so was hochkommt. Es ist nicht meine Aufgabe, das zu klären."