07.09.2008
Olympia-Aus für das Reiten?

Laut dem IOC sollen die Reiter (Ludger Beerbaum) auch 2012 dabei sein
Verwirrung um den Reitsport: Nachdem die Chefin des Weltreitverbandes (FEI) in einem Interview die olympische Zukunft der Sportart als unsicher bezeichnet hatte, wurde ihr nun vom Internationale Olympische Komitee (IOC) deutlich widersprochen. Demnach gehöre der Pferdesport auch 2012 sicher zum Programm der Spiele.
Dies stellte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau gegenüber der Tageszeitung Irish Examiner klar. Damit dementierte sie die Äußerungen der FEI-Chefin Prinzessin Haya bint al Hussein, die in einem Interview des britischen Fachmagazins Horse and Hound die Zukunft für 2012 als unsicher bezeichnet hatte. Pikant daran ist, dass Haya bint al Hussein selber IOC- Mitglied ist.
"Es kann keiner sagen, was sie da geritten hat", kritisierte Hanfried Haring, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), die FEI-Chefin. "Das war nicht sehr professionell." Die Aussagen seien unverständlich: "Es ist vom IOC klipp und klar gesagt worden, dass Reiten olympisch bleibt."
Programm steht seit drei Jahren
Auch IOC-Sprecherin Moreau bestätigte: "Das Programm 2012 ist seit 2005 beschlossen und fixiert. Es wird 26 Sportarten in London geben. Es gab eine Abstimmung und gibt keinerlei Pläne, das zu ändern." Über das Programm vier Jahre später werde 2009 entschieden.
"Die FEI hat einen großen Kampf, um den Weg für 2012 zu ebenen", hatte Haya Bint Al Hussein unter anderem in dem Interview gesagt. "Jeder, der glaubt, Pferdesport in London sei gesichert, irrt." Die FEI-Präsidentin hatte zudem erklärt, dass die Popularität der Dressur "ungewöhnlich gering" sei und die Vielseitigkeit Sicherheitsprobleme habe. Das könne auch das Ende des Springreitens bedeuten.