27.08.2008
Hambüchen-Zwist mit DTB schwelt weiter

Wolfgang Hambüchen schaltet auf stur
Der Streit zwischen Turn-Star Fabian Hambüchen und dem Deutschen Turner-Bund um die kritischen Äußerungen von DTB-Sportdirektor Wolfgang Willam nach den Olympischen Spielen in Peking schwelt weiter.
Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen wollte sich zu der am Vortag von DTB-Präsident Rainer Brechtken erhobenen Forderung, den Zwist schnell zu beenden, nicht äußern. "Ich möchte das nicht kommentieren", sagte Wolfgang Hambüchen bei einem Empfang für den Olympia-Dritten am Reck in dessen Heimatstadt Wetzlar.
Nach den Spielen in Peking hatte Willam dem Turner wegen dessen verpasster Goldmedaille am Reck mangelnde Form vorgeworfen. Der 20 Jahre alte Athlet hatte darauf mit Unverständnis reagiert und dem Verband mit einem künftigen Alleingang gedroht. Vater und Trainer Wolfgang Hambüchen war noch weiter gegangen und hatte über Medien die Ablösung des Sportdirektors gefordert.
Die Hambüchens spielen auf Zeit
DTB-Präsident Brechtken hatte eine schnelle Lösung in dem Zoff angemahnt. "Im Interesse des Turners und seiner Entwicklung ist die öffentliche Auseinandersetzung zu beenden", hatte Brechtken erklärt. Das Team um Fabian Hambüchen will nun offenbar weitere Entwicklungen beim DTB abwarten, ehe es sich zu einem Gespräch bereiterklärt.
Mit Applaus wurde Fabian Hambüchen derweil im Foyer des Neuen Rathauses in Wetzlar empfangen, wo sich nach Angaben der Stadt rund 100 Menschen versammelt hatten. Dem Turner wurde die höchste Auszeichnung der Stadt für sportliche Leistungen, die Sportehrenplakette in Gold, überreicht. "Im ersten Moment war es schwierig, aber jetzt bin ich super glücklich mit meiner Bronzemedaille", sagte Fabian Hambüchen.