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Cortese auf dem Podium - Rossi auf Rang vier
Cortese auf dem Podium - Rossi auf Rang vier
Sandro Cortese war sichtlich zufrieden

Die Zuschauer auf dem Sachsenring wussten überhaupt nicht, wo sie zuerst hinsehen sollten. Sandro Cortese löste sein Versprechen ein und fuhr erstmals in der Saison auf das Podest, während Valentino Rossi nur sechs Wochen nach seinem offenen Schienbeinbruch sein Comeback gab. Und dann war da ja auch noch Arne Tode.

Cortese bekam sich am Ende vor Freude kaum noch ein, fuhr die Ehrenrunde mit einem Deutschland-Fähnchen und ließ sich von den 98.477 Zuschauern feiern: Mit einem Husarenritt schaffte der Berkheimer ausgerechnet beim Heim-Grand-Prix auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal mit Rang drei seinen ersten Podestplatz in dieser Saison. Sieger in der Achtelliterklasse wurde zum fünften Mal hintereinander der Spanier Marc Marquez, der damit auch den 100. Grand-Prix-Erfolg für Derbi in der WM-Geschichte einfuhr.

"Am Ende gab es nur noch die Devise Podium oder Sturz", berichtete Cortese vor Stolz völlig aufgelöst. Das Rennen zuvor war wieder einmal ein Spiegelbild des Saisonverlaufs gewesen. Von Position vier aus gestartet, fiel der Derbi-Pilot schnell bis auf Rang zwölf zurück. "Am Anfang habe ich auf der noch feuchten Piste nicht alles riskiert, ich wollte die Maschine nicht wegschmeißen. Ich muss zugeben, dass ich zu vorsichtig war", berichtete der 20-Jährige. Erst nach der siebten Runde fand er seinen Rhythmus und verkürzte den Rückstand.

Tode hält dem Druck nicht stand

In der letzten Runde ging es für ihn schließlich um den Podestplatz. "Ich wollte unbedingt Platz zwei und wäre um ein Haar gestürzt", erzählte Cortese, der in der letzten Kurve mit Körperberührung am Spanier Esteve Rabat vorbeizog und danach in seinem Jubel kaum zu bremsen war. "Ich bin so glücklich, ausgerechnet daheim auf das Podest zurückgekehrt zu sein. Jetzt kann ich beruhigt in die Sommerpause gehen und glaube, Rang vier in der WM-Wertung ist ein realistisches Ziel", bemerkte der gegenwärtig Gesamt-Sechste.

Lokalmatador Arne Tode, der sensationell von Platz zwei ins Rennen gestartet war, kam mit dem Druck nicht klar. In der Startaufstellung ging das Motorrad aus, später stürzte er und belegte Platz 21. "Wenn alles geklappt hätte, wäre ich zwischen Platz fünf und zehn gelandet", sagte der WM-Debütant, der dennoch wie ein Sieger gefeiert wurde.

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Hervorragend schlug sich Wild-Card-Pilot Daniel Kartheininger (Boos/KTM), der fast unbemerkt Rang zehn belegte und dabei die im Reifenpoker völlig falsch liegenden Marcel Schrötter (Pflugdorf/Honda/14.) und Jonas Folger (Schwindegg/Aprilia/16.) hinter sich ließ.

Rossi ist zurück

Das Interesse der Fans galt aber vor allem auch der Rückkehr von Superstar Valentino Rossi. Der Italiener, der vor 43 Tagen in Mugello schwer gestürzt war und sich dabei einen offenen Bruch des Schienbeins zugezogen hatte, gab sein Comeback. Der Titelverteidiger in der Königsklasse MotoGP belegte beim zweiten Saisonerfolg des Spaniers Daniel Pedrosa einen beeindruckenden vierten Platz.

Überschattet wurde das MotoGP-Rennen von einem schweren Sturz des Franzosen Randy de Puniet. Er zog sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zu und musste per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden.

Stefan Bradl schaffte in der Moto2-Kategorie mit Rang neun sein persönliches Ziel Top Ten, war am Ende aber ungehalten. "Ich bin froh, dass ich noch lebe. In der Bergab-Passage ist mir das Hinterrad bei etwa 220 km/h weggegangen, so dass ich das Motorrad gerade noch halten konnte. Zuvor hatte ich schon mehrere Mal bei Positionskämpfen nur noch damit zu tun, nicht zu stürzen. Ich habe riskiert, riskiert, riskiert, mehr war nicht drin", berichtete Bradl zerknirscht. WM-Spitzenreiter Toni Elias war hingegen gut gelaunt, er gewann das Rennen.

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Maximaler Erfolg im Mini
Nach über 7000 absolvierten Kilometern hieß der Sieger der Rallye Dakar einmal mehr Stéphane Peterhansel. Im Mini angetreten, verwies er bei seinem zehnten Erfolg Joan Roma mit einem Abstand von 40 Minuten auf Platz zwei. Für die große Überraschung sorgte Dirk von Zitzewitz, der im privaten Imperial Toyota Dritter wurde.

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