Mark Marquez: Seriensieger mit 17 Jahren

Marc Marquez
Marc Marquez stieß auf seinen Rekordsieg in der Klasse bis 125 Kubikzentimeter mit süßer Brause statt prickelndem Sekt an. Mit 17 Jahren und 137 Tagen löste der Spanier beim Motorrad-Grand-Prix von Katalonien Italiens Super-Star Valentino Rossi als jüngsten Fahrer mit vier Siegen in Serie ab.
Im Windschatten des neuen WM-Führenden sorgten in Barcelona die deutschen Piloten zwei Wochen vor ihrem Heimrennen auf dem Sachsenring für ihre besten Saisonresultate. Sandro Cortese erkämpfte Platz vier. Jonas Folger fuhr als Achter erneut unter die Top Ten und Marcel Schrötter sammelte als 14. noch zwei WM-Punkte.
Für Marc Marquez war der Rekordsieg vor eigener Kulisse "wie ein Traum", für Sandro Cortese Platz vier der richtige Motivationsschub für den Großen Preis auf dem Sachsenring. "Das Rennen war ganz gut. Das ist eine Riesensteigerung seit Silverstone über Assen bis hierher", befand der 20-Jährige. Doch 45 Sekunden Rückstand auf den Sieger gaben ihm auch zu denken. "Der vierte Platz sieht gut aus. Aber der Abstand ist zu groß. Das darf nicht sein."
Siege für Takahashi und LorenzoIn der neuen Klasse Moto2 mit 600-Kubikzentimeter-Einheitsmotoren verfehlte Arne Tode aus Glauchau als 17. die WM-Punkte um zwei Ränge, blickte aber zuversichtlich auf den Deutschland-Grand-Prix voraus. "Ich freue mich auf den Sachsenring. Da können wir einiges erwarten", sagte er. Dann will auch Stefan Bradl wieder angreifen, nachdem er in Barcelona wegen zahlreicher Verletzungen von einem Sturz beim Motocross-Training zu Wochenbeginn fehlte.
Bester in Katalonien war der Japaner Yuki Takahashi, der seinen ersten Moto2-Sieg einfuhr. Der Spanier Carmelo Morales überstand einen Sturz auf der Zielgeraden, wo er sich bei Höchstgeschwindigkeit überschlug und von seinem Motorrad getroffen wurde. Er blieb glücklicherweise aber unverletzt. In der Königsklasse MotoGP ohne deutsche Beteiligung setzte der Spanier Jorge Lorenzo seinen Triumphzug Richtung WM-Titel mit dem fünften Sieg im siebten Rennen fort.
Waldmann verlässt MZ Grand-Prix-Team
Unterdessen verlässt Ralf Waldmann das Grand-Prix-Team des sächsischen Motorradherstellers MZ. Der 20-malige Grand-Prix-Sieger gibt seinen Posten als Teammanager von MZ Moto2 Racing auf und wird künftig die Enduro-Rennabteilung des Unternehmens aus Zschopau wieder aufbauen.
Der 43-Jährige hatte zuletzt kritisiert, dass das WM-Team weder personell noch materiell ausreichend unterstützt wird. Daraufhin war es zum Zerwürfnis zwischen den MZ-Besitzern Waldmann und Martin Wimmer gekommen. Auf der Gesellschafterversammlung habe Waldmann sich inzwischen "für seine emotionellen Äußerungen" entschuldigt. Nachfolger von Ralf Waldmann als MZ-Teamchef in der Moto2 ist Peter Rubatto.